Jedem Ende wohnt ein Anfang inne …

Die verschiedenen Unterseiten dieser homepage wurden aktualisiert. Dazu wird auch gehören, dass Dateien aus dem Downloadbereich entfernt werden. Wer noch etwas braucht – Lektüre für kalte Winterabende z.B. – bitteschön, aber in ca. einer Woche werden wir die Dateien entfernt haben.

Steile These

Vorab an alle: Lest das Buch Rut in der Bibel! Es ist eines der kürzesten Bücher im AT, hat nur vier Kapitel und ist leicht zu lesen.

Was Irmtraud Fischer meint: Das Buch hat eventuell eine weibliche Autorin. Natürlich bringt sie Belege. Im Buch Rut finden wir über weite Strecken Gesellschaft aus der Frauenperspektive erzählt. Wir finden inklusive Sprache. Anspielungen auf andere Frauengeschichten der Bibel zuhauf.

Aber, für die Männer: Es gibt auch einen starken Mann. Das Kibiwe ist und bleibt inklusivistisch in allen Bereichen.

Zwischen den Jahren

Es ist etwas ruhiger geworden hier auf der Homepage. Die letzten aufregenden Wogen des Kibiwes haben sich gelegt und selbst die Unsicherheiten um das nächste Thema sind überstanden. Für Rut brauchen wir neben Rut selbst zwei weitere HauptdarstellerInnen.  Auch die sind schon angefragt. Das ist der normale Lauf der Dinge beim Kibiwe. Es gibt Rollen, zu denen man berufen wird. Namen werden hier aber nicht bekannt gegeben. Schaut und seht.

Derweil war das Christkind nicht müßig.  Pünktlich zum Weihnachtsfest hat es Lektüre gebracht. Insgesamt sind die Titel der Bücher nur insofern unterschiedlich, da sie entweder „Rut“ oder „Ruth“ schreiben, kein großer Aufreger, also.

Und ein USB-Stick ist auch dabei!

Ich habe mal mit dem Buch von Irmtraud Fischer angefangen. In meinem Kopfe entstehen die ersten Szenen. Personen gewinnen an Profil. Das Buch Rut hat einen klaren Aufbau, der sich im Szenenspiel widerspiegeln muss. Und, liebe Leute: Wir sind nächstes Jahr feministisch unterwegs, so weit es die Bibel hergibt. Aber die Männer werden auch nicht zu kurz kommen.

Da bin ich gerade beim Lesen.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Jahr 2018!

PS: BTW, herzlichen Dank an Nico, der Formatierungsbugs auf dieser Homepage gefixt hat. Und an Bene, der das Ganze souverän begleitet. Nico, du bekommst noch Craft-Bier von mir. In meinem Weltbild bist du Atlas, der das gesamte World-WideWeb auf den Schultern trägt.

Und was kommt nächstes Jahr?

Inzwischen ist es so dermaßen halboffiziell, dass man es auch öffentlich machen kann: Das Thema des Kibiwe 2018 ist festgelegt.

Es ist das Buch Rut.

Es ist gut, wenn die Entscheidung kurz vor, in oder nach dem Kibiwe gefällt wird, dieses Mal sogar nach dem Dankestreffen. Die Entscheidung dürfte eventuell überraschend kommen, aber sie ist gut überlegt. Nach zwei Jahren hoher Theologie haben wir uns ein Kibiwe mit praktischen, lebensweisheitlichen Themen verdient. Es passt inhaltlich und auch vom Ensemble her personell.

Mancher mag sagen: Hatten wir das nicht schon mal? Wo bleibt da die Kreativität?

Zum ersten: Das Kibiwe Neufahrn hat als erstes Kibiwe oder Kibiwo Hildegard von Bingen (2014) und Martin Luther (2006) zum Thema gehabt. Das Kibiwe hat dreimal das Thema „Jesus“ auf die Bühne gebracht, jedes Mal neu, aber niemals ohne Tod und Auferstehung (Kibiwo´s zum Thema „Jesus“ gibt es schon. Aber Tod und Auferstehung kommen da irgendwie nicht vor. Wir sind nicht Oberammergau. Bei 4 Meter auf 5 Meter Bühnengröße ist eine standesgemäße Kreuzigung nicht machbar.  Aber thematisiert haben wir es dreimal bisher).

Zum zweiten: Das Kibiwe Neufahrn entwirft inzwischen jedes Thema selbstständig und neu.

Zum dritten: Das gleiche Thema heißt nicht das gleiche Stück. Es heißt vertiefen und neu entdecken.

Zum vierten: Im Laufe der Themenfindung hat sich ein weiteres, spannendes, neues Thema ergeben, zu dem es noch nie ein Kibiwe gab. Die Schublade ist übervoll. Aber hier und heute werden wir nicht verraten, was wir noch alles an Möglichkeiten sehen.

Zum fünften: Kommt und seht.

Nächstes Jahr, zur gleichen Uhrzeit, wie jedes Jahr …

Bericht vom Dankestreffen

Das Büffet war gut gefüllt und auch der Franziskussaal – die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen trafen sich zum Abschluss des Kibiwe 2017 zum Dankestreffen. Im Wesentlichen ging es dabei darum, noch einmal auf das Kibiwe zurückzuschauen (das ist ganz easy, es gibt ja eine DVD), zu ratschen, Feedback zu geben und das Büffet möglichst flächendeckend abzuarbeiten und mindestens die vom Theaterabend übriggebliebenen Getränke zu vernichten. Neu war diesmal unser neuer Imagefilm, den eine kleine kreative Gruppe Jugendlicher aus dem Kreis der Theatergruppe Fäntastic O in Eigeninitiative erstellt hat. Eine tolle Überraschung!

Auch unsere Homepage bat um Feedback. Natürlich braucht die streng wissenschaftliche Auswertung der Fragebögen noch etwas Zeit, aber es zeichnet sich ab, dass es einen generellen Kritikpunkt gibt: Es befinden sich Rechtschreibfehler in den Beiträgen!

Dieses Versagen in einer der Kernkompetenzen des Kibiwe trifft uns hart. Öffentliches Schämen ist die einzig angemessene Reaktion.

Jetzt noch was anderes: Für 2018 sind zwei Themen zurzeit im Rennen. Der Favorit ist derAuszug aus Ägypten, es ist aber auch das Buch Rut im Gespräch. Es ist eine Personalsache innerhalb des Ensembles, die in den nächsten Monaten entscheiden wird, was unser Thema 2018 sein wird. Wer immer auf dem Laufenden bleiben will: Schaut auf dieser Homepage vorbei!

Das Vaterunser – theologische Hintergründe zu einer hochkomplexen Inszenierung

Es gab einige Diskussionen um die Frage, warum bei jeder Probe und jeder Aufführung unser Jesusdarsteller das Vaterunser in anderer Form präsentierte. Eventuell ist dazu ein Blick in die Evangelien hilfreich.

Wir finden das Vaterunser nur bei Matthäus und Lukas, was nahelegt, dass es durch die Logienquelle überliefert wurde.

Bei Matthäus finden wir im 6. Kapitel eine Variante, die fast unserem Vaterunser entspricht:

„Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.“

Diese Form dürfte aber schon durch frühchristlichen liturgischen Gebrauch überformt worden sein. Die Exegeten vermuten, dass uns Lukas im 11. Kapitel die ursprünglichere Form überliefert:

„Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Sünden;  denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.“

Erst in der frühchristlichen Schrift der Didache begegnet uns das Vaterunser so, wie wir es heutzutage beten.

Ohne Frage war es für unser Kibiwe ein Must-Have diesen verschiedenen Varianten gerecht zu werden. Deshalb entschied die Regie, dass unser Jesusdarsteller den Text jedes mal neu und nach neuen Regeln variieren solle. Ein hartes Los!

„Es war nicht leicht. Jedes Mal musste ich mich neu mit dem Text beschäftigen, ihn in einer weiteren Variante lernen und stringent nach Anweisung der Regie aufsagen. Großes Lob an die JüngerInnen, die mich jedes Mal unterstützt haben und mir aufmerksam zuhörten. Ihr fröhliches Lachen auf den Fotos zeigt, wie sie sich mit mir freuen, wenn ich den Text exakt nach Anweisung der Regie rüberbrachte. Aber exegetisch anspruchsvoll zu sein, das ist nun einmal das A und O des Kibiwe.“

Freude und Erleichterung bei allen!

Das, liebe Leute, ist das Geheimnis und erklärt auch die Freudentränen der Regie bei jeder Probe und jeder Aufführung. Dieser Jesusdarsteller hat die Erwartungen der Regie bei weitem übertroffen!

Wer Genaueres wissen will:

Guckst du!

Nachlese

Die CD´s mit Musik bzw. Fotos und auch die DVD sind fertig und können schon in den nächsten Tagen bei Bücher Bernhard erworben werden.

Der Schaukasten in der Franziskuskirche

Der Schaukasten in der Franziskuskirche hat noch bis zum Beginn des Advent unser Kibiwe zum Thema, ebenso kann man an der Pinnwand rechts daneben ganz viele Bilder vom Kibiwe anschauen. Die Kirche ist tagsüber offen, ein Besuch lohnt sich unter anderem deswegen.

Nicht mehr zu sehen gibt es im Original unser Plakat mit den DarstellerInnen des Kibiwe 2017 aus dem Foyer. Hier ein letztes Foto:

Das Ensemble im Überblick, Teil 1 …
…und Teil 2.

Theaterabend – So war es!

Das Plakat zum Theaterabend
Der Weg ist steil.

Wenn der Evangelist Lukas sich beschwert, dass keiner liest, was er schreibt, Zachäus Jesus Käse anbietet, der für viel Geld aus Bayern importiert wurde, und das Gefälle von Jerusalem nach Jericho sagenhafte 45% beträgt, dann ist der Theaterabend des Kibiwe gekommen. Ein letztes Mal wurde das Szenenspiel aufgeführt mit kleinen Veränderungen, die sich in den langen Wochen und Abenden des Probens plötzlich „so ergeben haben“.

 

Ungefähr 150 Leute kamen um das Szenenspiel zum Teil ein zweites Mal in Ruhe anzuschauen. Die Kibiwe-Band wurde von den Kirchenspatzen unterstützt und auch bei den Bemos konnten jüngere Talente ihre Begeisterung und ihr Engagement zeigen.

Ein Blick vom Bühnenkammerl auf die vollkonzentrierten JüngerInnen. Für die Darsteller heilte Jesus gerade zum gefühlt 127. Mal die Schwiegermutter des Petrus – trotzdem voller Einsatz, als sähen sie es zum ersten Mal.
Ein Blick von der Empore auf den vollen Franziskussaal
Das ganze Ensemble zum Schluss auf der Bühne
An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit …
Ein strahlender Evangelist Lukas nach der Aufführung

Nach einem sehr effektiven und produktiven Aufräumen ging es zur After-Show-Party. Leider gibt es davon kein Bilder …

 

 

 

… die wir hier auf der öffentlichen Homepage zeigen wollen.

Der Sonntag beim Kibiwe

Eigentlich ist das Evangelium fertig, trotzdem schreibt Lukas noch weiter! Denn er lässt seinem Evangelium noch die Apostelgeschichte folgen, die erzählt, wie es den Jüngern und Jüngerinnen nach Jesu Tod und Auferstehung erging und die wir auch im neuen Testament finden. Seine Töchter wollen zwar die erste Geschichte davon hören, aber definitiv nicht in seiner Widmung genannt werden. Das wäre ultrapeinlich! Und so hat Lukas seinem Freund Theophilos seine Werke gewidmet, der sich darüber sicher freut (Gut, eventuell ist es nicht so gelaufen, wie es unsere Rahmenhandlung erzählt, aber es könnte ja auch stimmen. Fakt ist: Lukas hat sein Evangelium und die Apostelgeschichte einem gewissen Theophilos gewidmet).

Noch langweilen sich die Jünger und Jüngerinnen
Petrus hebt zu seiner Pfingstpredigt an – ohne Mikro!
Ein Blick auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
Praktische Sachen für den Schreibtisch – so etwas bastelt man, wenn man einem Evangelisten beim Schreiben seines Evangeliums zuschaut.
Unsere Kibiwe-Band 2017 im schmucken Türkis. Die Technik ist auch auf dem Bild, übrigens.

Der Samstag beim Kibiwe

 

Es ist amtlich: 144 MitarbeiterInnen sind offiziell angemeldet, 189 Kinder nehmen teil. Viele MitarbeiterInnen arbeiten in den Gruppen mit, viele sind in der Küche, im Ensemble, bei der Ton- und Lichttechnik und hinter der Bühne engagiert, arbeiten bei den Helfenden Händen mit oder spielen in der Kibiwe-Band. Im Saal wird es immer bunter. Sehr originelle Umsetzungen der Gruppensymbole sind zu beobachten, die zweiten Klassen tragen Stirnbänder mit Stierhörnern, die vierten Klassen haben alle ein selbstgestaltetes Hemd an.

Es wird auch schon kräftiger mitgesungen, die Bemos regen an, dass man bei den Bewegungen mitmacht. Auch das Einhorn, das eigentlich nur rauskommt, wenn es ganz ruhig ist, hat sich ein bisschen an die Lautstärke gewöhnt.

Beim Szenenspiel geht es damit weiter, dass Jesus eine Frau von ihrem Rückenleiden heilt. Am Sabbat, obwohl das der Ruhetag ist. Aber für Jesus ist die Verkündigung des Gottesreiches eben wichtiger als alles andere!

Jesus heilt die gekrümmte Frau

Schon in der nächsten Szene sieht man Jesus bei Zachäus zu Gast.

Jesus lässt es sich bei Zachäus schmecken.

Und hier zwei weitere Bilder wie es weiterging: Jesus zieht in Jerusalem ein und schmeißt kurz darauf die Tische der Händler im Tempel um.

„Hast du sie noch alle?“ – Gerade noch konnte der Händler den Taubenkäfig in Sicherheit bringen

Das geht leider nicht gut aus. Aber davor ging es in die Gruppen und anschließend zum Mittagessen.

Guten Appetit!
Blick von der Empore beim Mittagessen.

Nach dem Mittagessen kommt im Szenenspiel das Abendmahl und nach dem Abendmahl betet Jesus auf dem Ölberg. Dort wird er von seinem eigenen Jünger Judas mit einem Kuss verraten und von Männern, die die Hohenpriester geschickt haben, verhaftet.

Die Jünger schöpfen Verdacht, zu spät.

Jesus wird zum Tod verurteilt und gekreuzigt. Aus diesem Teil der Geschichte gibt es beim Kibiwe zu sehen, wie Petrus im Hof des Hohenpriesters dreimal behauptet, nie mit Jesus zusammen gewesen zu sein.

„Ich bin kein Jünger dieses Mannes, nie gewesen!“ „Fake news“ kräht der Hahn.

Am Abend des Ostertages gehen ein Jünger und eine Jüngerin nach Emmaus. Auf dem Weg schließt sich ihnen ein Fremder an.

Der Auferstandene ist mit ihnen unterwegs, doch sie erkennen ihn nicht: Dieses Stilmittel in den Ostergeschichten hat Lukas erfunden, Johannes wird es übernehmen.

Go(o)d news von Emmaus an Jerusalem: Jesus lebt! Der Herr ist von den Toten auferstanden!

Jetzt aber ganz schnell zurück!
Bitte durchzählen, ob alle 144 MitarbeiterInnen auf dem Foto sind.