Silbermond und Kibiwe – das letzte Geheimnis wird gelüftet

Eine Sache dürfen wir erst jetzt verraten – Wir hatten beim Kibiwe einen überraschenden Besuch! Mitten im Umbau am Samstagnachmittag standen ein paar Musiker in der Franziskuskirche um dort eine Tonaufnahme zu machen. Sie waren spontan in Neufahrn aus der S-Bahn gestiegen auf der Suche nach einer Kirche dafür und mitten im Kibiwe gelandet. Es waren Mitglieder der Band Silbermond aus Bautzen, die sich u.a. auch gegen Rechtsextremismus engagiert. Trotz engem Zeitplan stellten die Mitarbeiter*innen für die Aufnahme ihre Arbeiten in der Franziskuskirche ein. Nicht bekannt ist, was die Musiker zu der doch etwas ungewöhnlichen blauen Wand (samt Gerüst) in einer Kirche sagten, doch als Hintergrund für ein Erinnerungsfoto war sie gut geeignet.

Update: Wer einen kurzen Ausschnitt der Aufnahme von Silbermond sehen will, findet ihn bei unseren Links!

Und was kommt nächstes Jahr?

Gute Frage. Natürlich gibt es Ideen. Es wird geredet, gedacht und abgewogen. Es ist auch noch Gelegenheit für Vorschläge. Aber es ist noch nicht die Zeit, damit hier an die Öffentlichkeit der Homepage zu gehen. Wenn es feststeht, dann wird es auch ziemlich zeitnah hier zu lesen sein. Es rentiert sich also, gelegentlich hier vorbeizuschauen, auch wenn es logischerweise jetzt wieder ruhiger werden wird hier. Denn hinter den Kulissen laufen schon die Vorbereitungen für das nächste Jahr.

Der Theaterabend 2019 und das Dankestreffen 2019

Eines war im Vorfeld klar: Der gigantische Durchzug durch das Schilfmeer wie am Kibiwe selbst würde am Theaterabend nicht zu wiederholen sein. Trotzdem war der Franziskussaal bis auf den letzten Platz gefüllt: Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsenen schauten sich das Szenenspiel noch einmal an, neben vielen interessierten Menschen, die diese Gelegenheit wahrnahmen auch mitzubekommen, was das Ensemble dieses Jahr zu zeigen hat.

(Vielleicht darf man hier mal das Geheimnis lüften, wie es zu der Inszenierung am Kibwe kam. Tatsächlich braucht es dazu immer nur irgendjemand, der mit dem Satz: „Ich habe da eine Idee!“ den Stein ins Rollen bringt. Dieses Mal war es Tobias auf dem Klausurwochenende des Kibiwe-Teams. der Samstagmittag nach dem Mittagessen diesen Satz sagte und dann den Vorschlag machte, die Kirche in der Mitte mit „so einem blauen Vorhang oder so“ zu teilen. Schon am Abend hatten wir einen ziemlich ausgeklügelten technischen Plan und natürlich waren alle, alle dafür. Der technische Plan (irgendwas mit Leitern) wurde dann von Herbert kassiert, der ein viel stabileres Konzept auf die Beine stellte (wegen der Sicherheit) und das Gerüst organisierte. Dass wir die Genehmigung vom Pfarrer bekommen würden, das hielten wir irgendwie für selbstverständlich (war es ja auch): Trotzdem danke in das Vertrauen und die Unterstützung, die wir genießen. Den Rest könnt ihr im Making-of sehen).

Vom Theater selbst hier nur ein Bild: Die einfache Version des Durchzugs durch das Schilfmeer.

Kurz bevor sich dann der Vorhang zum Schlussapplaus für das Ensemble hebt – seltsame Bilder: Einem spontanen Trend folgend binden sich die Schauspieler ihre Gürtel um die Stirn. Ob sich dahinter ein tiefschürfender Gedanke verbarg oder ob es sich dabei um eine plötzliche sinnbefreite Aktion handelte, ist nicht zu klären, eventuell ist das aber auch dasselbe.
Kein Kommentar
Ein Blick in die Küche
In der Regel geht es beim Theaterabend nicht so vornehm zu, aber Tobias kam zur Pause direkt von seiner Master-Feier. Gratulation!

Nach sorgfältiger Gewissensprüfung veröffentlichen wir hiermit ein Bild von der After-Show-Party, welches den moralischen und ethischen Standards dieser Homepage gewachsen ist und gleichzeitig dem Ruf dieser Veranstaltung gerecht wird.

Hier wird mit dem Bob gefahren. Hat mit der Mosegeschichte nur entfernt zu tun

Das Dankestreffen für alle Mitarbeiter*innen stand dieses Jahr ganz unter dem Zeichen des 20-jährigen Jubiläums des Kibiwes. Neben dem reichhaltigem Büffet, das unter anderem der Verarbeitung von 3 Kilogramm Emmentaler (fragt nicht) gewidmet war, gab es einen Rückblick als Präsentation, einen Einblick in die neue DVD von Harald (Danke! Harald konnte aus privaten Gründen erst am Theaterabend die Aufnahmen machen und erstellte die DVD in wenigen Tagen), das übliche Feedback auf rote und grüne Zettel, das uns hilft, ständig das Kibiwe zu evaluieren, noch einmal die Escaperooms für die Mitarbeiter*innen (Technik gegen Küche) und für jeden einen Button, ab wann er oder sie schon beim Kibiwe dabei ist.

Ein Blick aufs Buffet als es noch voll war. Danach war es leer.
Sekt mit und ohne Alkohol wird ausgeschenkt, denn es gibt ja was zum Feiern: Das Normale – ein gutes Kibiwe – und dann eben 20 Jahre Kibiwes in Neufahrn.
Der Fachmann an der Button-Maschine
Ein Blick von der Empore in den Saal

Apropos Escaperooms: Insgesamt 15 Teams haben sich in die Escaperooms begeben, nur zwei Teams haben es wirklich geschafft (die anderen in der Regel knapp nicht): Team blau der 3. Klassen in 20 Minuten – Respekt! – und das Team Technik (Mitarbeiter*innen), ebenfalls mit einer vergleichbaren Zeit. Gratulation!

Zuschauen, während andere im Escaperoom rätseln, macht auch Spaß.
Team Technik auf Erfolgskurs im Escaperoom
Auch das Team Küche hatte seinen Spaß. Hier einige Mitglieder des Teams nach erfolgreichem-nicht erfolgreichem Bestreiten des Escperooms
Und wie immer: Ratschen und per Video auf das Kibiwe zurückschauen

Das Kibiwe 2019 – das Making-of

Natürlich findet ihr auf dieser Homepage schon Berichte, wie das Kibiwe 2019 entstanden ist. Hier möchten wir Euch noch einmal ein paar Bilder und Videos präsentieren, die Euch hinter die Kulissen führen.

Bei den Anspielen im Franziskussaal herrscht für die Schauspieler*innen Sandalenpflicht. Hat aber nicht jeder. Die inzwischen stattliche Sammlung unseres Kibiwes ist im Franziskussaal ausgebreitet. Für fast alle Schuhgrößen ist was dabei.
Unser Fachmann für die Lichttechnik ist hier damit beschäftigt, 300 Windlichter mit Aufklebern zu versehen.
Umbau für die erste Szene. Jeder Handgriff sitzt.
Die Stimme Gottes
Zuschauer bei der Generalprobe: Die Mütter können stolz auf ihre Kinder sein, die im Ensemble mitwirken!
Das Gerüst in der Kirche wird am Freitagabend aufgebaut.
Krisenbesprechung: „Des wackelt wia a Kuahschoaf!“ Also werden weitere Verstrebungen geholt und das Gerüst nach vorne und hinten abgestützt. Und auch seitlich an den Kirchenwänden, die trotz allem nicht einen Kratzer abbekommen, dank der Professionalität der Helfer.
Das Gerüst im Ganzen, aber noch bei Weitem nicht fertig.
Eine Woche zuvor: Marita hat in stundenlanger Arbeit an der Nähmaschine „das Meer“ zusammengenäht.
Ziemlich viel Arbeit, nicht wahr?
Spätabends in der Kirche: Der Stoff wird gerafft und aufgehängt. Noch herrscht bei manchen (zum Beispiel der Regisseurin) große Zweifel, ob der dünne Stoff tatsächlich blickdicht sein wird.
Der Stoff wird aufgehängt.
Das Beweisbild: Richtig angestrahlt wird es funktionieren. Die Regisseurin entschuldigt sich hiermit offiziell und öffentlich bei der Bühnentechnik für die Zweifel, dass es klappen wird!
Sonntagmittag im Saal: Zum Zusammenlegen braucht es viele, viele Leute, die fröhlich im Team arbeiten.
Dieses Video (im Zeitraffer), wie die Windlichter der Gemeinschaftsarbeit aufgestellt werden, war im Gottesdienst zu sehen. Ein atemberaubender Moment. Die jungen Leute von der Technik zeigen uns einfach, was 2019 alles mit dem Einsatz moderner Medien, auch im Gottesdienst, möglich ist:. Danke.
Das Szenenspiel und das Ensemble ist, wie in jedem Theater, nur ein kleiner Teil dessen, was eine Aufführung ausmacht. Die wahren Dramen und Komödien spielen sich immer Backstage ab!
Im Bühnenkammerl kurz vor der nächsten Szene ….
… im kleinen Saal beim Schminken. …
… oder beim Aufteilen der Brotzeit …
… und beim Aufteilen der Kuchen (dieser junge Mann ist ebenfalls für die Lichttechnik zuständig, btw) …
… und in der Küche beim Umrühren der Pastasoße!

Das Kibiwe 2019 – der Sonntag

Angeführt, wie immer, von der Kiga-Gruppe der Mitarbeiter*innen ziehen alle Teilnehmer*innen in die Kirche ein.

Am Samstagabend und am Sonntag in der Kirche verstärken die Kirchenspatzen die Kibiweband.

Pfarrerin Karin Jordak führt durch den Gottesdienst und erzählt allen, besonders aber für die Erwachsenen, noch einmal, was sich bisher in der Geschichte von Mose ereignet hat.

Mose hat von Gott zehn Gebote erhalten und liest sie dem Volk vor. Die Israeliten stimmen zu: Ja, diese Gebote wollen wir halten!

Gebote und Freiheit – das ist doch ein Widerspruch, oder?

Die Predigt dazu hätte man sich eigentlich sparen können, denn die Kinder vom Kibiwe wussten sofort, warum Gebote und Freiheit zusammengehören: Damit nicht nur die Starken frei sein können, sondern auch die Schwachen, dafür braucht es Gebote, an die sich alle halten. Freiheit bedeutet nämlich nicht nur machen zu dürfen, was einem Spaß macht, sondern auch in Frieden leben zu dürfen: Nicht erpresst zu werden, nicht gehauen zu werden und auch als Kind Mitsprache und Rechte zu haben.

Mose hebt die zehn Gebote noch einmal hoch, damit sie jeder sehen kann.
Das Vaterunser
Der Kibiwe -Hit 2019 ist ….
Ein Kibiwe kostet Geld und diese jungen Leute sind ausgerüstet um nach dem Gottesdienst Spenden zu sammeln. Hier sieht man eine elegante Problemlösung, vorher noch beim Kibiwe-Hit die Hände zum Klatschen frei zu haben..

Nach dem Gottesdienst gibt es Gelegenheit Kuchen, gebastelte Bienenwachstücher oder Pastasoße a la Kibiwe gegen Spende zu erwerben. Auch der Eine-Welt-Laden hat geöffnet. Und natürlich kann man im Saal die Bastelsachen der Kinder bewundern.

Währenddessen werden in der Kirche die letzten Lieder gesungen und getanzt.

Das Kibiwe 2019 ist das 21. Kibiwe in Neufahrn, was bedeutet, dass es das Kibiwe in dieser Form seit 20 Jahren gibt. Fleißige Mitarbeiter*innen (Elke und Gabi, die auch die Fotos für das Kibiwe und diese Homepage gemacht hat) haben dazu einen Rückblick zusammengestellt, den man an den Wänden des Franziskussaales bewundern kann. Erinnerungen werden wach.

Was fehlt noch? Achja …

Die Mitarbeiter*innen 2019 (Am Freitagabend gab es das traditionelle Foto)
Ein Bild von unseren Bemos, ohne die ein Kibiwe nicht denkbar wäre!
Das letzte Bild des Tages: Diese jungen Leute sind weder müde noch erschöpft. Im abgedunkelten Franziskussaal schauen sie auf der großen Leinwand die Weltmeisterschaft für LoL an, die seit einigen Jahren parallel zum Kibiwe zu Ende geht. Leider hat das europäische Team nicht gewonnen, aber es gibt ein nächstes Mal, für LoL und natürlich auch fürs Kibiwe.

Das Kibiwe 2019 – der Samstag

Der Samstag begann weitgehend pünktlich um 10 Uhr vormittags.

Ein Blick auf unsere Kibiwe-Band 2019. So viel geniale Musiker auf so engem Raum!
Und hier ein Bild von den Tontechnikern. Dass tontechnisch das Kibiwe pannenfrei verlief, ist ihnen und ihrer Professionalität zu verdanken.
Ein Blick von vorne in den Saal
Das ist nicht nur ein Dornbusch – das ist ein Gruppenschild, das von innen beleuchtet ist. Schon seit Luther 2016 lässt sich eine Gruppe jugendlicher Leiter*innen jedes Jahr was richtig Tolles beim Gruppenschild einfallen. Die haben auch schon beantragt, es solle einen Kibiwe-Award fürs beste Gruppenschild geben. Den sie vermutlich dann auch jedes Jahr abräumen würden.

Mose fühlt sich wohl in Midian. Jitros Familie sind Schafe- und Ziegenhirten und Mose ist glücklich in diesem Beruf. Tagelang ist er mit den Herden allein unterwegs. So kommt er auch eines Tages zum Gottesberg Horeb.

Dort sieht er einen Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt. Neugierig geht er hin und eine Stimme spricht ihn an: „Mose, zieh deine Schuhe aus, der Ort, wo du stehst, ist heilig!“

Mose tut, was ihm gesagt wird. „Wer bist du?“ fragt er. „Ich bin der Gott deiner Väter Abraham, Isaak und Jakob. Ich habe das Klagen meines Volkes gehört. Und nun gehe und führe es aus Ägypten heraus!“

Mose ist skeptisch, er fängt an, mit Gott zu diskutieren und fragt Gott nach seinem Namen. „Ich bin der ICH-BIN-FÜR-EUCH“, antwortet Gott. Mose sagt Gott, dass er nicht gut im Reden sei und bittet Gott: „Schick doch einen anderen!“ Gott bleibt dabei, Mose zu schicken, doch er lässt Mose nicht allein mit dem Auftrag: Aaron, sein Bruder, wird für ihn vor den Hebräern und den Israeliten sprechen.

Aaron hat sich schon auf den Weg gemacht um Mose in Midian zu besuchen. Er freut sich, dass es Mose gut geht. Davon, dass er jetzt auch ein Teil der Befreiungsmission ist, weiß Aaron noch nicht.

Mose, Zippora und Aaron kehren nach Ägypten zurück. Zuerst gehen sie zu den Israeliten und berichten ihnen davon, dass Gott sie befreien will. Die Israeliten sind skeptisch, aber Mirijam und die Kinder glauben ihnen. Und so einigen sich die Israeliten darauf, dass Aaron und Mose gleich am nächsten Tag zum Pharao gehen sollen.

Es geht nicht gut aus. Die Ägypter lachen Aaron und Mose aus. „Was für ein Gott nennt sich ICH-BIN-FÜR-EUCH? Für euch – was?“ fragt die Frau des Pharaos. Und der Pharao sagt: „Euer Gott hat mir, dem Geliebten der Götter, nichts zu befehlen!“ Und dann verdoppelt er die Arbeit der Israeliten: Das Stroh für die Lehmziegel müssen sie sich jetzt auch selber besorgen.

So endete das Anspiel am Samstagvormittag.

Vielen Dank für die Kuchenspenden!

In den Gruppen und in der Küche ging es am Vormittag hoch her: Jeder und jede Teilnehmer*in am Kibiwe sollte ein Windlicht basteln, Bienenwachstücher wurden hergestellt, Hirtenstäbe individuell geschnitzt (es gibt jetzt Hirtenstäbe Marke Gucci und Nike, habe ich mir sagen lassen), Kunstwerke aus buntem Sand, Schafe und Ziegen …

Die 7. Klassen bereiteten ihre Animation für die Jüngeren vor, Gruppenbilder wurden gemacht, im Saal wurden umgebaut für den ultimativen Höhepunkt: Das Mittagessen!

Noch herrscht Ruhe und Ordnung
Jetzt nicht mehr
Das Küchenteam. Zahlreiche Familien in Neufahrn haben an diesem Tag Nudeln in mehrfacher haushaltsüblicher Menge gekocht und an das Pfarrzentrum geliefert. Danke an alle!

Letztes Jahr mussten fünf Kilogramm Nudeln mit Soße anschließend weggeworfen werden. Dieses Jahr nahmen sich alle vor, diese Zahl zu unterbieten: Jede und jeder gab sich Mühe, nur so viel auf den Teller zu laden oder sich laden zu lassen wie man wirklich schafft. Und das Ergebnis war schon mal viel besser: Unter zwei Kilogramm. Es ging darum, dass die Kinder und Betreuer*innen schon in dem Moment, wo der Teller gefüllt wurde, achtsam waren. Nach dem Essen gab es dann noch eine kleine spontane Wette mit der Tontechnik, ob der Umbau im Saal so zu schaffen sei, damit um 14.00 das Anspiel des Nachmittags, wie geplant, beginnen könne. Zumindest war um 14.00 der Saal fertig, damit die Kinder wieder ihre Plätze auf den Teppichen und Bänken einnehmen konnten (Umbauzeit waren 15.00 Minuten, nur fürs Protokoll).

Erwartungsgemäß gibt es, nach der Reaktion des Pharao, Stress für Aaron und Mose. Die Hebräer sind mutlos und frustriert und es ist für Mose eine harte Zeit.

Mose fragt Gott, warum er ihn aus Midian geholt hat. „Den Leuten geht es schlechter und sie sind immer noch nicht frei!“ „Ich werde euch herausführen denn ICH-BIN-FÜR-EUCH!“ antwortet Gott.

Und so beginnt es. Ein zweites Mal gehen Mose und Aaron zum Pharao und wiederholen das, was Gott ihm zu sagen hat: Lass mein Volk ziehen. Wieder antwortet der Pharao: „Nein“.

Mose hebt seinen Stab und …

Die ersten neun Plagen waren animiert über den Beamer zu sehen. Dies sind als Beispiel die ersten drei Plagen.

… neun Plagen kommen über Ägypten. Die Ägypter selbst versuchen immer wieder den Pharao dazu zu bringen die Hebräer ziehen zu lassen, aber er gibt nicht nach.

Doch auch Mose ist unnachgiebig. Auf das Angebot des Pharaos, die Hebräer ziehen zu lassen ohne ihre Habe, lässt Mose sich nicht ein. Er weiß: Ohne Schafe und Ziegen sind die Hebräer in der Wüste nicht lebensfähig. Aaron ist fassungslos: „Unser Gott hat euch mit neun Plagen geschlagen und bewiesen, dass er Herr ist über alles, was ist. Er ist der Herr über Leben und Tod“. „Er soll es beweisen, dann lasse ich euch ziehen“, sagt der Pharao.

Bei den Hebräern gibt es seltsames Essen: Flaches Brot, Salzwasser. Wein – das Getränk der freien und reichen Leute! – , bittere und grüne Kräuter, Fruchtmus und ein gebratenes Lamm! Was ist da los? Warum ist diese Nacht anders als die anderen Nächte?

Mose bestreicht die Türpfosten des Hauses mit dem Blut des Lammes, Mirijam, Aaron und Zippora erklären: In dieses Nacht beweist Gott, dass er Herr ist über Leben und Tod. In dieser Nacht wird Gott Israel in die Freiheit führen. Es ist die Feier des Pascha.

Hier feiert die 6. Klasse
Hier feiert die 3. Klasse.

In vielen Gruppen im Kibiwe wurde danach Pascha gefeiert. Die sechste Klasse genoss dazu nach jüdischer Tradition auch eine Hühnersuppe mit Mazzeknödel und hörte sich den Bericht über die Befreiung aus Ägypten an. Jeder feiere das Pascha so als sei er selber aus Ägypten ausgezogen – geht das bei einem Kibiwe auch?

Vermutlich fanden das einige nicht wirklich entspannt. Normalerweise checkt man so von 17.45 bis 18.00 in der Kirche ein, nimmt gemütlich Platz und beobachtet gechillt die letzten Vorbereitungen (Die Tontechnik und die Band sind vom Saal in die Kirche umgezogen und das war noch nie stressfrei, das nur mal am Rande). Aber dieses Mal war die Kirche bis 18.00 gesperrt, ok, zugegeben, bis 18.05. Dann war Einlass. Und was gab es zu sehen? Nichts. Mitten in der Kirche eine blaue Wand. Schnelle Anweisungen, bis alle Platz gefunden hatten auf diesen hinteren Bänken hinter der blauen Wand. Aber vielleicht gab es auch gespannte Erwartungen? Was wird passieren?

Auch für die Israeliten ist an der Wand, welche ein Schilfmeer ist, kein Durchkommen mehr. Frust macht sich breit. Wozu hast du uns aus Ägypten geführt? wird Mose gefragt.

Und dann … hört man die Ägypter nahen. „Das ist eine Falle!“ „Bleibt ruhig und seht, wie Gott euch rettet“. sagt Mose und hebt den Stab.

Das Meer öffnet sich und die Hebräer ziehen durch. Und angeführt von den sechsten und siebten Klassen wagen auch die Kinder den Weg durch das Schilfmeer.

Alle sehen den Namen Gottes hell erleuchtet an der Wand. Hunderte von Windlichtern, gebastelt von allen Teilnehmer*innen zeigen, wer sie auf den Weg in die Freiheit führt: ICH-BIN-FÜR-EUCH!

Alessia hat ein Lied geschrieben zu Mose und es gibt dazu eine Uraufführung. Die Kinder sind leise und konzentriert wie noch nie, allesamt.

Ein Wunder?

Menschen, die Nachtschichten schieben, die Ideen haben und sie umsetzen, die begeistert sind, verrückt, die zusammenarbeiten und gemeinsam ein Riesenprojekt verwirklichen – ja, das sind Wunder Gottes.

Bericht vom Kibiwe 2019 – der Freitag

Pünktlich um 14.45 öffneten sich die Türen und nur mit wenigen Minuten Verspätung startete das Kibiwe 2019. Ungefähr 180 Kinder und über 130 Mitarbeiter*innen hatten sich für das Kibiwe angemeldet, der Franziskussaal war gut gefüllt und die große Vorfreude ging nahtlos in eine Superstimmung über.

Die Geschichte von Mose dürfte, so sagte der Erzähler, wohl die Wichtigste im Alten Testament sein. Und sie beginnt damit, dass die Hebräer oder Israeliten – zwei verschiedene Namen für die gleichen Leute, das ist etwas verwirrend, sorry – in Ägypten lebten und dort als Sklaven zu harter Arbeit gezwungen wurden.

Den Ägyptern dagegen geht es gut.

Doch bei den Ägyptern gibt es einen, der nicht so ganz dazu gehört: Mose, der als Findelkind von der ägyptischen Prinzessin aus dem Nil gerettet wurde und im Palast aufwachsen durfte.

Ganz links – das ist Mose im Gespräch mit seiner Mutter, der Prinzessin, die ihn gerettet hat.

Mose stammt von Hebräern ab, alle wissen es. Die Ägypter lassen es ihn spüren und so kommt er ins Grübeln: Ist es gerecht, dass die einen Sklaven sind und die anderen Herren? Und was sagen die Götter dazu?

Jochebed freut sich, wenn Mose sie besucht. Sie hat Mose als Baby drei Jahre lang aufziehen dürfen.

Sie erzählt Hanna und Yael, dass Mose ihr Sohn sei, und wie sie und seine Schwester Mirijam (links) ihn als Baby mit Hilfe der ägyptischen Prinzessin vor dem finsteren Pharao gerettet hätten. „Was bist du, Mose? Ein Ägypter oder ein Hebräer?“ fragen die Mädchen. Mose bleibt die Antwort schuldig. Er fragt, an welche Götter die Hebräer glaubten. „Wir glauben nicht an die Götter“, erfährt er von seiner Schwester Mirijam. „Wir glauben nur an den Gott unserer Väter!“ Aber wo ist er, dieser Gott?

Wenig später passiert etwas Schlimmes: Mose erschlägt im Zorn einen ägyptischen Aufseher, der einen Hebräer geschlagen hat. Mose versteckt den Toten und hofft, dass es keiner gesehen hat.

Kurz darauf sieht er, wie zwei Hebräer miteinander streiten. „Streitet nicht, ihr seid doch Brüder“, sagt er. Aber die Beiden haben gesehen, dass er den Aufseher getötet hat. „Du hast doch selbst einen deiner eigenen Leute erschlagen“, sagen sie.

Mose flieht aus Ägypten, aus Angst, weil er ja schuld am Tod des Aufsehers war, aber auch, weil er nicht mehr weiß, wo er hin gehört: Zu den Ägyptern oder zu den Hebräern.

So weit der erste Teil der Geschichte.

Danach trafen sich die Kinder in Gruppen zum Spielen und Basteln. Namensschilder wurden gebastelt und Kennenlernspiele gespielt. Ungefähr 15 Kilogramm Lehm, gemischt mit Strohhäcksel, wurde von verschiedenen Gruppen zu Ziegelsteinen verarbeitet. Die ersten wagten sich in den Escaperoom um innerhalb einer halben Stunde alle Rätsel zu lösen und den Weg in die Freiheit zu finden.

Abends ging die Geschichte weiter. Mose war bis nach Midian geflohen. An einem Brunnen macht er Rast. Zwei Mädchen kommen zum Brunnen, werden aber von Hirten verdrängt, die später kamen. Mose hilft ihnen gegen die Hirten und auch beim Wasserschöpfen.

Als die Mädchen zu ihrem Vater Jitro heimkehren und ihm erzählen, dass ihnen am Brunnen ein Ägypter geholfen habe, werden sie vom Vater geschimpft: Fremde, noch dazu Solche, die einem geholfen haben, genössen in Midian Gastfreundschaft! Ob die Töchter das vergessen hätten? Was für ein Benehmen das sei? Die Mädchen holen Mose.

Jitro lädt Mose ein, bei ihm zu bleiben so lange er will. Mose nimmt die Gastfreundschaft an. Er findet eine neue Heimat und eine neue Familie und heiratet Zippora, die ältere Tochter Jitros.

Ein Blick von der Empore in den Franziskussaal.

Bericht von der Sonntagsprobe

Neun Stunden lang wurde das Szenenspiel Stück für Stück durchgeprobt. Ganz schön anstrengend und kräftezerrend! Am Schluss war praktisch jeder stehend k.o.

Bilder gibt es schon, hier eine Auswahl:

Die Israeliten müssen für den Pharao arbeiten.

Im Palast des Pharaos.

Jochebed erzählt zusammen mit Mirijam, wie Mose als Baby gerettet wurde.

Szenenwechsel: Hier sind wir schon in Midian.

Diskussionen bei den Israeliten.

Noch immer Diskussionen bei den Israeliten.

Mose und Aaron beim Pharao – es scheint nicht gut zu laufen für die Beiden. Wie die Geschichte genau geht und was für Überraschungen wir planen, das können wir hier leider nicht verraten! Seid gespannt!

Gespräche im Hintergrund – hier geht es eventuell um die Tontechnik.

Der Regietisch. Man scheint ganz zufrieden zu sein!

Noch fünf Tage und es geht wieder los!

Im Franziskussaal tut sich was …

Bühnenaufbau im Franziskussaal – neben Kulissenaufhängen und Malerarbeiten gab es auch diese nette Puzzlearbeit: Der Brunnen musste korrekt zusammengesetzt werden, was nicht so einfach war.

Und noch einmal Elke: Die „Biene-Maja-Speere“ kommen mal wieder zum Einsatz. Waffentechnisch nicht korrekt, aber optisch immer noch formschön.

Hier werden Details bei den Requisiten liebevoll gestaltet.

Der Stab für Mose ist fertig.

Marita an der Nähmaschine – unermüdlich und gut gelaunt.

Bilder wie immer von Gabi – vielen Dank!