Schon Stunden vor dem Einlass sind viele Helferinnen und Helfer bereits da. In der Woche hat die Technik alles rund um Ton und Licht wieder im Saal installiert und der Hausmeister hat uns die Stühle aufgestellt. Danke!
Essen und Getränke gibt es schon vor der Vorstellung, die Gäste nehmen das Angebot an.
Eine Viertelstunde vor der Vorstellung treffen sich das Ensemble und die Leute von der Bühnentechnik im Kleinen Saal.
Ein Last-Minute-Einsatz. Danke, Markus!
Der Theaterabend ist gut besucht, der Saal ist voll!
Zur Begrüßung gehört natürlich auch die Sicherheitsbelehrung …
Die Band spielt nicht nur zwischen den Szenen im Saal …
… auch in der Pause gibt es Livemusik im Foyer!
Es gibt die neueste Kibiwe-DVD zu kaufen und beim Fairtrade-Laden faire Sachen und die Kibiwe-CD.
Die Leute beim Getränkeverkauf sind gut drauf.
Auch Kinder sind in Begleitung ihrer Eltern dabei und machen fleißig mit, wenn die Bemos zu Bewegung bei den Liedern einladen.
Das Stück ist vorbei, alle sind auf der Bühne. Es wird fleißig geklatscht.
Groß aufgeräumt wird erst am nächsten Tag – jetzt wird gefeiert!
Der AK Technik macht in Sachen Aftershowparty keine Kompromisse …
Die Discokugel hängt!
Ein kleiner Einblick in den weiteren Verlauf des Abends.
Und, mit Verlaub, auch der einzige hier auf der Homepage!
Das Dankestreffen
Keine 24 Stunden später:
Viele, viele Helfer und Helferinnen haben beim Abbau und Umbau, beim Sortieren, Aufräumen und Putzen geholfen.
Alle Mitarbeitenden beim Kibiwe sind zum Dankestreffen eingeladen.
Die Stimmung ist entspannt. Im Hintergrund laufen auf der großen Leinwand die Bilder durch, die Gabi gemacht hat.
Für Essen und Getränke ist gesorgt.
Als Dankeschön gibt es Handcreme (Stichwort Salbung!) und Gepa-Schokolade. Die Entscheidung, welchen Duft bei der Handcreme man nehmen soll (Rose? Olive? Kokos? Vanille? …?) ist gar nicht so einfach.
Das Ehrenmitglied des Kibiwe-Teams und der Kibiwe-Band hat das Team in die Küche geholt um noch einmal auf das gelungene Kibiwe anzustoßen.
Mit alkoholfreiem, fair gehandelten Sekt, btw.
Danke noch mal an alle für ihren Wahnsinnseinsatz!
Und hier also das Szenenspiel in Wort und Bild. Nur dank Gabis unermüdlichem Einsatz als Fotografin ist ein praktisch lückenloser Rückblick überhaupt möglich!
Samstagnachmittag
Hochzeitsshopping in Magdala
Susanna und Philipp heiraten! Die beiden sind extra nach Magdala gekommen um dort alles fürs Fest einzukaufen.
Der Anbruch des Gottesreiches gefährdet die fischverarbeitende Industrie in Magdala
Zum Beispiel Fischsoße (die Römer nannten sie Garum)! Die beste im ganzen römischen Weltreich gibt es bei Maria Magdalena.
Zwei Fischer, Lieferanten von Magdalena, sind gekommen. Es sind Jakob und und sein Bruder Johannes aus Kafarnaum. Sie bringen keine Fische, sondern wollen Magdalena nur mitteilen, dass sie weder Fische bringen noch jemals wieder bringen werden. „Wir folgen jetzt Jesus nach!“, verkünden sie, „Er will uns zu Menschenfischern machen!“
Während Susanna und Philipp die Fischsoße bezahlen, …
… kommen zwei weitere Fischer herein, Simon und und sein Bruder Andreas, auch aus Kafarnaum. Immerhin haben sie Fische dabei, Simon knallt ein riesiges Netz voller Fische auf den Boden, direkt vor Magdalenas Verkaufstisch. Offensichtlich hat er einen großen Fang gemacht, nachdem er von diesem Jesus den entscheidenden Tipp erhalten hatte: „Fahr hinaus, wo es tief ist!“
Auch Simon und Andreas kündigen Magdalena als Lieferanten. Die Botschaft Jesu hat sie überzeugt: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an die frohe Botschaft!“
Magdalena ist sprachlos. Nur am Rande bekommt sie noch mit, dass Susanna und Philipp sie auf ihre Hochzeit eingeladen haben: „Nächsten Dienstag in Kana! Und du kannst gerne Freunde und Freundinnen mitbringen, wenn du willst!“
Das Hochzeitsshopping ist geschafft (aber sie haben den Wein vergessen)
Susanna und Philipp überlegen kurz, bevor sie nach Kana zurückkehren: „Getreide zum Backen, Olivenöl, Käse, Honig, Gewürze und Fischsoße … Wir haben alles!“
(Stimmt nicht, siehe oben!)
Diesen Jesus schau ich mir genauer an!
Wenig später macht sich auch Magdalena auf den Weg: „Vier Lieferanten habe ich an einem einzigen Tag wegen diesem Jesus verloren! Den werde ich mir mal genauer ansehen und ich werde ihm sagen, was ich von ihm halte! Wenn hier einer umkehrt, dann dieser Jesus!“
Schlechter Umgang in Kafarnaum
In Kafarnaum beim Haus des Zöllners Levi kommen Magdalena zwei Männer entgegen. „Ausgerechnet bei diesem Zöllner Levi hat Jesus sich eingeladen!“, schimpfen sie. „Wer sich wie dieser Jesus bei einem Betrüger einlädt, der muss selbst ein Betrüger sein!“
Während Magdalena sich noch wundert, kommt Levi aus seinem Haus. „Magdalena, komm herein und sei mein Gast! Jesus ist in meinem Haus!“, ruft er und zieht Magdalena einfach mit.
Das Reich Gottes ist wertvoller als die beste Fischsoße im ganzen römischen Weltreich
Rechts neben Levi sitzt Andreas
Männer und Frauen haben sich im Haus des Levi versammelt. Die meisten kennt Magdalena, aber einen nicht. Das muss dieser Jesus sein! Er redet gerade, alle hören ihm aufmerksam zu.
„Glücklich, die ihr jetzt arm seid, euch gehört das Reich Gottes. Glücklich, die ihr jetzt Hunger habt, ihr werdet satt werden. Glücklich, die ihr jetzt weint, ihr werdet lachen.
Wehe, die ihr jetzt reich seid, ihr habt eure Belohnung schon erhalten. Wehe, die ihr jetzt satt seid, ihr werdet Hunger haben. Wehe, die ihr jetzt lacht, ihr werdet weinen. „
„Das Reich Gottes beginnt schon heute, mitten unter uns“, sagt Johannes glücklich. „Was du sagst ist auch eine Warnung an die Reichen, Jesus, oder? Sie müssen sich ändern und was tun für das Reich Gottes, hier und jetzt, nicht nur abwarten, dass der Vater im Himmel alles regelt.“
„So wie Levi es getan hat“, meint Andreas, „er ist umgekehrt: Er betrügt nicht mehr und teilt seinen Reichtum.“
Magdalena staunt nicht schlecht und gerät ins Nachdenken: Wenn die Reichen teilen und alle Menschen zu Essen hätten, was wäre das wert?
Jesus steht auf und spricht Magdalena direkt an: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz, Maria!“
Alle haben sich auf den Weg gemacht und folgen Jesus. Magdalena bleibt allein zurück. Wird das Reich Gottes wirklich kommen durch diesen Jesus?
„Ich will mehr darüber erfahren! Ich folge diesem Jesus nach!“
Das Who is Who der Jüngerschaft (es fehlen noch zwei)
Rut, Maria, die Mutter Jesu, Johanna, Esther und Magdalena
Magdalena hat die Hochzeit von Susanna und Philipp doch nicht vergessen und auch, dass sie ihre Freunde und Freundinnen mitbringen darf: Das sind jetzt die Jünger und Jüngerinnen Jesu:
Simon, den Jesus Petrus nennt, und sein Bruder Andreas, Jakob und sein Bruder Johannes, Levi und ein Mann namens Judas Iskariot, Rut, die Mutter von Jakob und Johannes, eine Frau namens Johanna, und Esther, die Frau des Simon Petrus. Mit dabei bei der Hochzeit: Natürlich Jesus selbst und auch Maria, die Mutter Jesu.
Mit Jesus steht einem ordentlichen Hochzeitsgelage nichts mehr im Wege
Was für ein schönes Kleid Susanna trägt! Mit brennenden Kerzen in der Hand warten die Frauen auf den Bräutigam.
Da kommt er, begleitet von den Männern!
Philipp steckt Susanna einen Ring an den Finger als Zeichen, dass sie nun verheiratet sind.
Zum Ende der offiziellen Trauung muss Philipp ein Glas zertreten in Erinnerung daran, wie zerbrechlich das Glück sein kann.
Dann wird mit Wein auf das Brautpaar angestoßen. „Habt ihr noch mehr Wein?“, fragt Magdalena, „Dieser Krug ist alles, was ich gefunden habe.“
„Wir haben vergessen Wein zu kaufen“, flüstert Philipp Susanna heimlich zu. Beide sind ratlos: Was sollen sie nur tun?
Maria, die Mutter Jesu, hat alles mitbekommen. Sie nimmt Jesus zur Seite und sagt: „Sie haben keinen Wein mehr. Wenn der Krug auf dem Tisch leer getrunken ist, dann ist der Wein aus und die Hochzeit vorbei.“ „Was willst du von mir, Frau?“, fragt Jesus.
Naja, ist ja wohl klar, oder?
„Meine Stunde ist noch nicht gekommen“, antwortet Jesus, aber Maria ignoriert ihn und winkt die helfenden Hände herbei. Sie deutet auf Jesus: „Was er euch sagt, das tut“.
Dann lässt sie Jesus stehen.
Etwas resigniert schaut sich Jesus um. Er entdeckt sechs große Krüge und sagt zu den helfenden Händen: „Füllt diese Krüge da bis zum Rand mit Wasser!“
Die helfenden Hände sind verwundert, aber …
… sie machen, was ihnen aufgetragen wurde.
Sie füllen die Krüge bis zum Rand mit Wasser.
Dann sagt Jesus: „Jetzt schöpft davon und bringt es Magdalena, sie kümmert sich um das Essen und die Getränke hier.“
Die wird sich über das Wasser freuen, oder?
Aber … das ist kein Wasser, das ist Wein!
Und offensichtlich ein Guter, findet Magdalena: „Philipp, Susanna, der Wein ist ja der Hammer! Eigentlich macht man es doch andersherum: Zuerst gibt es den teuren Wein und wenn alle schon ein bisserl was getrunken haben, dann gibt es den billigen. Aber ihr habt den guten Wein für jetzt aufgehoben.“
Es ist Johannes, der als Erster draufkommt, woher der Wein stammt: „Jesus hat Wasser zu Wein gemacht. Gott ist mit ihm!“ ruft er.
Die Gäste stoßen an: „Ein Hoch auf das Brautpaar! Ein Hoch auf Jesus!“
Auch Leute, die im Namen des Gottesreiches unterwegs sind, brauchen was zum Essen
Andreas, Simon Petrus, Johannes, Jakob sind links zu sehen, links direkt neben Jesus ist Judas
Jesus nachfolgen bedeutet für seine Jünger und Jüngerinnen, wortwörtlich mit ihm unterwegs zu sein.
Es ist anstrengend, aber auch schön.
Gerade sind alle müde und hungrig, selbst Jesus!
Da fällt Magdalena ein: „Meine Schwester Marta und mein Bruder Lazarus wohnen in Betanien, das ist ungefähr eine Stunde von hier entfernt. Ich bin mir sicher, dass Marta uns gerne aufnehmen wird!“
Gesagt, getan.
Das Reich Gottes steht in starker Konkurrenz zum Küchendienst
Und wirklich – Marta nimmt Jesus und die Jünger und Jüngerinnen gerne auf und beginnt sofort, für alle zu kochen.
Jesus erzählt derweil eine Geschichte von einem Mann, der zu seinem Hochzeitsmahl einlädt.
Marta schenkt schon einmal Wein ein und Jesus unterbricht seine Geschichte.
Dann bringt Marta Brot für die hungrigen Gäste. Erzählpause für Jesus!
Marta kommt zum vierten Mal und stellt die Teller auf den Tisch. Ziemlich laut, denn Marta ist sauer!
Sie fragt Jesus: „Herr, kümmert es dich denn nicht, dass deine Jüngerinnen und meine Schwester mir die ganze Arbeit allein überlassen? Sag meiner Schwester, sie soll mir helfen!“
Jesus antwortet:
„Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen, aber das Essen kann doch nicht im Mittelpunkt stehen. Heute bin ich dein Gast. Komm und höre mit zu.
Nimm teil an unserer Gemeinschaft.
Maria hat den guten Teil gewählt, der soll ihr nicht genommen werden.“
Marta setzt sich zu den Jüngerinnen und Jesus erzählt die Geschichte zu Ende.
Irgendjemand wird das mit der Küche dann schon gemacht haben. Vielleicht alle?
Eine kleine Erklärung, weil es deshalb Diskussionen gab: Unser Szenenspiel nimmt sich bewusst einige künstlerische Freiheiten. Zum Beispiel ist es nicht biblisch, das Magdalena ein Geschäft für Fischsoßen geführt haben soll noch steht es in den Evangelien, dass das Brautpaar von Kana kurzentschlossen seine Hochzeitsreise mit der Nachfolge Jesu verbracht hätte. Ganz bestimmt war Magdalena nicht die Schwester von Marta und Lazarus. Deren Schwester Maria ist eine andere Frau gewesen, die halt zufällig auch mit ersten Namen Maria hieß. Dass man diese Maria mit Magdalena in einen Topf wirft, das hat tatsächlich Tradition, aber es nicht unbedingt eine gute Tradition, nämlich eine frauenfeindliche.
Das Kibiwe 2025 hat die Tradition aufgegriffen, aber frauenfeindlich ist es auf keinen Fall. Beobachtet mal, in wie viel verschiedenen Situationen Frauen beim Kibiwe 2025 vorkommen! Die Jesusbewegung wäre nichts gewesen ohne die Frauen, ganz einfach, und eine davon, die wichtigste, war Maria von Magdala.
Kommt, wir wollen Jesus sehen!
Rebekka und ihre Kinder, die Mutter Lea, und Sara, Elisabet und Amos
Vor dem Dorf haben die Kinder Sara, Elisabet und Amos fremde Leute entdeckt.
Es sind Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen!
Gemeinsam beschließen die Kinder mit Lea, ihrer Mutter, und Rebekka, die auch mit ihren Kindern dazugekommen ist, zu Jesus zu gehen, damit er ihnen die Hände auflegt und sie segnet.
Im Reich Gottes sind die kleinen Leuten groß!
Die Jünger wollen die Mütter und die Kinder fortschicken!
„Für Kinder hat Jesus keine Zeit. Verschwindet wieder!“, sagen sie.
Aber Jesus weist seine Jünger und Jüngerinnen zurecht:
„Was höre ich da? Kinder sind zu mir gekommen? Wenn sie zu mir wollen, dann dürft ihr sie nicht wegschicken.
Eines sage ich euch: Ihr müsst euch ändern und wie diese Kinder werden. Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie diese Kinder, der kann nicht hineinkommen. Wollt ihr wissen, wer der Größte im Reich meines Vaters ist? Wer so klein sein kann wie diese Kinder, der ist im Reich Gottes der Größte.“
Und so segnet Jesus die Kinder.
Und auch alle Kinder vom Kibiwe, die sich segnen lassen wollen.
Einige Jüngerinnen helfen ihm gerne dabei.
Jesus kommt zu spät, aber trotzdem zur rechten Zeit
Magdalena und Marta sind furchtbar traurig.
Warum nur?
Und wo sind Jesus und die anderen Jünger und Jüngerinnen?
Da kommt Jesus mit den anderen Jüngern und Jüngerinnen! Marta läuft Jesus entgegen.
Sie sagt: „Jesus, mein Bruder Lazarus ist tot! Wenn du da gewesen wärst, dann wäre Lazarus nicht gestorben!“
Jesus antwortet: „Marta, vertraue mir, Gott wird deinen Bruder Lazarus von den Toten auferwecken.“
„Ja, ich weiß, am Ende der Zeit, wenn Gott alle Menschen von den Toten auferwecken wird“, sagt Marta darauf.
Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mir vertraut, der muss den Tod nicht fürchten. Vertraust du mir, Marta?“
„Ja, Herr, ich vertraue dir“, antwortet Marta.
Jesus fragt: „Wo ist sein Grab?“
„Komm und sieh!“, antwortet Marta.
Jesus zeigt, was er drauf hat
„Jesus weint! Seht nur, wie lieb er Lazarus hatte“, sagt Johannes.
„Er hat blinden Menschen die Augen geöffnet. Warum hat er nicht verhindert, dass Lazarus gestorben ist? Warum ist er zu spät gekommen?“, meint Judas.
Da wird Jesus ärgerlich und sagt: „Nehmt den Stein weg!“
Die Jünger schieben den schweren Stein vom Grab weg.
Jesus betet: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhörst. Ich weiß, dass du mich immer erhörst. Du hast mich gesandt! Schenke den Menschen das Vertrauen, dass du mich gesandt hast.“
Dann ruft er laut: „Lazarus, komm heraus!“
Und tatsächlich! Lazarus ist nicht mehr tot, er lebt!
Magdalena und Marta nehmen ihm die Leinenbinden ab.
„Als wir uns aufgemacht haben Jesus nachzufolgen, da war uns nicht klar, was für ein Mensch dieser Jesus ist“, meint Andreas.
Jakob fragt: „Was glaubt ihr, wer dieser Jesus ist?“
Simon Petrus antwortet: „Er ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Achtung, auf der Straße von Jerusalem nach Betfage kommt ihnen eine Demonstration entgegen
Das Paschafest steht bevor!
Sara, Elisabet und Amos sind mit ihrer Mutter nach Jerusalem gekommen um dort das Fest zu feiern.
Auch Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen kommen nach Jerusalem.
Die Kinder und seine Jünger und Jüngerinnen bereiten Jesus einen festlichen Empfang. Sie breiten ihre Kleider auf der Straße aus und wollen ihm mit Zweigen von den Bäumen zuwinken.
„Hosanna! Jesus soll unser König sein!“, rufen alle.
Jesus freut sich. Er ist auf einem Esel nach Jerusalem gekommen.
Den Esel haben Jünger für Jesus in Betfage ausgeliehen.
Sara, Elisabet, Amos und ihre Mutter Lea bringen den Esel nach Betfage zurück.
Es ergeht eine Anzeige wegen Sachbeschädigung im Tempel von Jerusalem Der große Rausschmiss
Im Vorhof des Tempels gibt es viele Händler. Sie verkaufen Lämmer und Tauben und wechseln Geld, denn nur mit Münzen ohne Bildern drauf darf man die Opfertiere für den Dienst an Gott kaufen.
„Tauben, frische Tauben. Kultisch rein! Vom Hohen Rat persönlich kontrolliert!“
„Schafe, einjährig, ohne Makel, mit Zertifikat vom Hohen Rat!“
„Sehr günstige Umtauschkurse! Tauscht heidnische Münzen gegen Münzen aus Tyrus!“
Die Jünger und Jüngerinnen sind sehr interessiert an den Ständen der Händler.
„Wir brauchen ein Lamm für das Paschafest“, meint Magdalena.
„Dazu müssen wir unser Geld umtauschen“, sagt Esther.
„Und wir müssen darauf achten, dass die Händler uns nicht betrügen“, wirft Rut ein.
Der Lammhändler kommt zu Jesus rüber: „Herr, du wirst für diese vielen Jünger und Jüngerinnen ein besonders großes Lamm zum Paschafest brauchen. Ich mache dir ein gutes Angebot!“
Jesus geht zum Tisch des Geldwechslers und wischt alle Münzen mit einer Handbewegung auf den Boden!
Er schmeißt den Tisch des Taubenhändlers um!
Er ruft: „Das Haus meines Vaters soll ein Haus des Gebetes sein! Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“
„Wir handeln hier im Auftrag der Priester und müssen uns das nicht gefallen lassen! Das wird ein Nachspiel haben!“, protestieren die Händler.
Jesus und die anderen Jünger und Jüngerinnen machen sich auf den Heimweg.
Warum war Jesus nur so wütend? fragen sich die Jünger und Jüngerinnen.
Johannes erklärt: „Es ist schwierig. Dieser Tempel ist das Haus des himmlischen Vaters und seine Herrlichkeit wohnt darin, mitten unter uns. Aber, Hand aufs Herz: Als ihr die Händler gesehen habt, habt ihr da an Gott gedacht?“
Natürlich nicht! Die anderen Jünger und Jüngerinnen schütteln den Kopf.
Johannes sagt: „Bei diesem ganzen Rummel hier mit den Händlern vergessen wir Gott. Das hat Jesus wütend gemacht. Und schon andere Propheten vor ihm.“
Mit diesem Jesus ist es nicht auszuhalten
Die Hohenpriester des Tempels sind empört: „Er ist nach Jerusalem eingezogen und das Volk hat ihn als König begrüßt! Er bringt das Volk in Aufruhr!“
„Es wird Probleme mit den Römern geben! Die Römer werden uns zur Verantwortung ziehen, weil wir diesen Jesus nicht gestoppt haben!“
Einer, es ist Joseph von Arimathäa, widerspricht: „Beruhigt euch! Jesus ist nicht gefährlich. Manches von dem, was er sagt, ist sogar richtig.“
Die anderen ignorieren ihn: „Wir müssen diesen Jesus aus dem Verkehr ziehen.“
„Aber möglichst unauffällig, ohne dass das Volk es merkt“, überlegen sie.
Da kommt Judas.
Er sagt: „Ich werde euch dabei helfen.“
Betanien liegt übrigens im Speckgürtel von Jerusalem
Betanien, der Ort, in dem Marta und Lazarus leben, liegt nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt und natürlich hat Marta Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen freudig in ihr Haus aufgenommen. Jeden Tag gehen sie von Betanien aus in der Früh nach Jerusalem und kehren abends wieder zurück. Der Weg führt über den Ölberg.
Endlich! Jesus wird gesalbt! (Nur blöd, dass es eine Frau gemacht hat, das zählt nicht)
In Betanien reden die Jünger und Jüngerinnen über alles, was sie an diesem Tag in Jerusalem erlebt haben.
„So einen Empfang in Jerusalem hätte ich niemals erwartet. Wir sind im Triumphzug nach Jerusalem eingezogen. Alle haben gewunken und gerufen: Jesus soll unser König sein!“, erinnert Levi sich begeistert.
Jesus erwidert: „Ich bin nicht so ein König, wie sie ihn erwarten. Das wisst ihr doch, oder?“
„Und dann der Rabatz im Tempel! Denen hast du es gegeben, Jesus“, erinnert sich Jakob.
Judas meint: „Die Römer hätten es mehr verdient, dass du sie rausschmeißt, als die Händler im Tempel. Die Geschäfte der Händler sind wichtig für den richtigen Dienst an Gott!“
„Das Reich Gottes ist wichtig, Judas, und der Wille meines Vaters im Himmel“, entgegnet ihm Jesus.
Rut macht sich Sorgen: „Du hast Feinde, Jesus. Die Priester im Tempel sind dir nicht wohl gesonnen.“
„Jesus, wäre es nicht eine gute Idee, du würdest dich in den nächsten Tagen nicht mehr so oft in der Öffentlichkeit zeigen? Bleib doch hier in Betanien und ruhe dich aus!“, schlägt Simon Petrus vor.
Jesus sagt: „Sei still, Petrus! Du hast nicht das im Sinn, was Gott will! Ich muss von ihm erzählen und die Botschaft vom Gottesreich verkünden. Ich werde meinen Weg bis zum Ende gehen.“
Andreas wirft ein: „Aber – du sollst doch König sein, Jesus. Du bist ein König.“
Magdalena steht auf und holt ein Alabastergefäß. Es ist voller Öl.
Magdalena gießt Jesus das ganze Öl über den Kopf! Und Jesus ist damit einverstanden!
„Warum gießt Magdalena Öl auf den Kopf von Jesus?“, fragt Levi.
„Das ist Nardenöl, nicht wahr, Johanna?“, wendet sich Susanna an Johanna.
Johanna bestätigt ihr das: „Es ist sehr kostbar.“
Johannes erklärt: „Wenn jemand König werden soll, dann wird er auf dem Kopf mit Öl gesalbt. Dann ist er der Christus, der Gesalbte, und alle wissen, dass Gott immer bei ihm ist.“
„Als mein Vater starb, kaufte meine Mutter eine kleine Flasche echtes Nardenöl. Sie salbte damit seinen Leichnam. So zeigte sie ihm, dass sie ihn geliebt hat“, erinnert sich Philipp.
Da springt Judas auf und geht auf Magdalena los:
„Wozu diese Verschwendung? Du hättest das Öl besser verkaufen und das Geld den Armen geben sollen.“
Aber Jesus weist Judas zurecht:
„Hör auf! Warum lässt du sie nicht in Ruhe? Sie wollte mir etwas Gutes tun. Ich sage euch: Überall auf der Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und erzählen, was sie getan hat. Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat mich im Voraus für mein Begräbnis gesalbt.“
Das letzte Abendmahl, aber ohne Leonardo da Vinci
Es ist Seder, der erste Abend des Paschafestes. Die Jünger und Jüngerinnen bereiten alles vor.
Ein Bekannter von Jesus, dem ein Haus in Jerusalem gehört, hat ihnen das Obergemach dort zur Verfügung gestellt, denn richtig das Paschafest feiern, das geht halt nur in Jerusalem.
Auch Lea mit ihren Kindern Sara, Elisabet und Amos feiern mit Jesus und seinen Jüngern und Jüngerinnen.
Die Kinder stellen die Fragen, die zu jedem Paschafest dazugehören:
„Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte? In allen anderen Nächten essen wir gesäuertes und ungesäuertes Brot, aber in dieser Nacht nur Ungesäuertes. In allen anderen Nächten essen wir alle Arten von Kräutern, aber in dieser Nacht nur Bittere“, fragen sie.
Und natürlich haben sich alle an das Kibiwe 2019 erinnert. Wer war dabei?
Jesus erzählt: „Wir waren Sklaven in Ägypten, aber Gott hat uns befreit und mit mächtiger Hand durch die Fluten des roten Meeres geführt. Deswegen feiern wir diese Nacht.“
Jesus nimmt das Brot: „Dieses einfache Brot ist das Brot der Freiheit.“
Er betet: „Gepriesen bist du Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.
Er bricht das Brot und gibt es den Jüngern und Jüngerinnen und Lea und den Kindern: „Nehmt und esst alle davon. Tut dies, sooft ihr dieses Brot esst, zu meinem Gedächtnis!“
Alle essen von dem Brot, auch die Kinder und Erwachsenen vom Kibiwe.
Jesus nimmt den Kelch und sagt: „Dieser Kelch ist der Kelch der Freude und des Festes.“
Er betet: „Gepriesen bist du Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.“
Er gibt den Kelch seinen Jüngern und Jüngerinnen und Lea und den Kindern: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für alle vergossen wird. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt verkündet ihr meinen Tod bis ich wiederkomme in Herrlichkeit.“
Noch während der Kelch herumgereicht wird, verlässt Judas den Raum.
Diskussionen auf dem Heimweg nach Betanien
Auf dem Heimweg über den Ölberg diskutieren und streiten die Jünger und Jüngerinnen, wer der wichtigste unter ihnen ist: Simon Petrus? Magdalena? Ein Mann? Eine Frau? Der Klügste? Der Stärkste?
Jesus ermahnt sie: „Könige herrschen über die Menschen und lassen sich bedienen. Bei euch soll es nicht so sein: Wer bei euch herrscht, der soll der Diener aller sein.“
Dort am Ölberg machen Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen eine Pause (wie schon oft in den vergangenen Tagen).
Jesus bittet seine Jünger und Jüngerinnen: „Bleibt hier und wacht mit mir!“
Zugriff im Garten Getsemani erfolgreich verlaufen
Jesus geht etwas von den Jüngern und Jüngerinnen weg und betet:
„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir. Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“
Als Jesus zu den Jüngern und Jüngerinnen zurückkehrt, sieht er, dass sie alle schlafen!
Jesus sagt: „Wie könnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!“
Plötzlich ist Judas auch wieder da.
Judas sagt: „Sei gegrüßt, Rabbi!“ und küsst Jesus.
Aber Jesus fragt: „Judas, mit einem Kuss verrätst du mich?“
Da kommen Leute von der Tempelwache und nehmen Jesus fest! Die Hohenpriester haben sie geschickt und Judas hat sie zum Ölberg geführt und mit dem Kuss verraten, wer genau Jesus ist, damit sie nicht einen Anderen verhaften!
Simon Petrus hat ein Schwert dabei, geht auf die Leute von der Tempelwache los und schlägt einem Mann das Ohr ab!
Jesus beugt sich zu dem Verletzten und heilt ihn.
Jesus sagt: „Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Knüppeln und Schwerter ausgezogen. Jeden Tag war im Tempel, aber ihr habt nicht gewagt, gegen mich vorzugehen. Aber das ist eure Stunde, jetzt hat die Finsternis die Macht.“
Dann nehmen die Leute von der Tempelwache Jesus mit.
Alle Jünger und Jüngerinnen fliehen.
Manchmal ist Dabeisein alles I
Wirklich alle?
Magdalena ist nicht geflohen und hat verzweifelt die anderen Jünger und Jüngerinnen gerufen.
Und siehe da: Auch die anderen Jüngerinnen sind geblieben.
Da führen die Tempelwache und die Hohenpriester Jesus vorbei. Sie bringen ihn zu Pontius Pilatus. Der römische Statthalter soll Jesus zum Tod verurteilen.
Die Jüngerinnen überlegen: Sollen sie auch fliehen und sich in Sicherheit bringen?
Da sagt Magdalena: „Ich bleibe bei Jesus. Ich bin seine Jüngerin und folge ihm nach. Ich kann ihm nicht helfen, aber ich lasse Jesus nicht allein.“
Die anderen Jüngerinnen antworten: „Auch wir lassen Jesus nicht allein.“
Kurzer Prozess am Freitagmorgen
Der römische Statthalter Pontius Pilatus ist gerade dienstlich beschäftigt, da meldet ihm sein Hauptmann einen dringenden Besuch seiner Frau.
Die Frau von Pilatus sagt: „Mein Gemahl, ich hatte diese Nacht einen schrecklichen Albtraum. Du saßest hier auf diesem Richterstuhl und solltest Recht sprechen. Vor dir stand ein Mann, der unschuldig war, und du hast ihn zum Tod verurteilt.“
Pilatus wiegelt ab: „Bestimmt hast du gestern Abend etwas gegessen, was dir nicht gut getan hat, meine Teuerste. Ein römischer Statthalter kann sich, wenn er als Richter auf dem Richterstuhl sitzt, nicht von den Träumen einer Frau beeinflussen lassen.“
Pilatus befiehlt dem Hauptmann, seine Frau wieder in ihre Zimmer zurückbringen zu lassen.
Die römischen Soldaten bringen den gefangenen Jesus herein.
Die Hohenpriester, die Jesus an die Römer übergeben haben, klagen Jesus vor Pilatus an:
„Dieser Mann hat sich zum König der Juden ausrufen lassen.“
Pilatus fragt Jesus: „Du da, bist du der König der Juden?“
Jesus antwortet: „Du sagst es, ich bin ein König. Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt.“
Pilatus schickt die Hohenpriester weg.
Pilatus sagt: „Heute ist doch euer Paschafest, nicht wahr? Jedes Jahr gebe ich zu diesem Fest einen Gefangenen frei.“
Pilatus lässt einen Gefangenen namens Barabbas holen.
Pilatus fragt: „Wen soll ich euch freigeben. Den König der Juden oder den Barabbas?“
Viele Leute rufen: „Barabbas! Barabbas! Barabbas!“ Natürlich sind da auch die Hohenpriester dabei.
Pilatus fragt: „Was soll ich mit dem tun, den ihr den König nennt?“
Viele Leute und die Hohenpriester rufen: „Kreuzige ihn! Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!“
Die Kinder vom Kibiwe und die Jüngerinnen haben übrigens „Jesus“ gerufen und protestiert. Leider hat es nichts genützt.
Pilatus lässt Barabbas frei und verurteilt Jesus zum Tod am Kreuz.
Manchmal ist Dabeisein alles II
Die Jüngerinnen sind verzweifelt:
„Sie haben Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt. Warum hat Pilatus nicht auf seine Frau gehört? Sie hat ihm doch gesagt, dass Jesus unschuldig ist!“
Magdalena sagt: „Ich werde mit Jesus mitgehen, wenn sie ihn zur Stadt hinausführen und kreuzigen. Ich bleibe bei Jesus bis zu seinem Ende.“
Die anderen Jüngerinnen antworten: „Wir bleiben bei Jesus bis seinem Ende.“
Die römischen Soldaten übergeben Jesus das Kreuz und führen ihn aus der Stadt hinaus.
Magdalena und die anderen Jüngerinnen folgen Jesus, der das schwere Kreuz tragen muss.
Rückblick auf einen schwarzen Tag
Magdalena erzählt:
„Wir Frauen haben gesehen, wie Jesus gekreuzigt wurde. Die ganze Zeit sind wir dort geblieben. Viele Menschen sind vorbeigekommen und haben Jesus zugerufen: Anderen hast du geholfen, dir selbst aber kannst du nicht helfen! Wenn du der König und Christus bist, dann steige herab vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Viele Stunden hing Jesus am Kreuz.
Als es mit Jesus zu Ende ging, da betete er: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Dann schrie er laut auf und starb.“
Die anderen Jüngerinnen kommen und sagen:
„Magdalena, das musst du auch sehen! Ein Mann ist gekommen und hat den toten Jesus vom Kreuz abgenommen. Aber wir müssen vorsichtig sein. Es ist ein Mitglied des Hohen Rates, der Jesus an die Römer ausgeliefert hat.“
Ein Mitglied des Hohen Rates! Wer könnte das sein?
Der Tod war auch für Jesus und seine Botschaft der Hoffnung und des Gottesreiches endgültig
Es ist Joseph von Arimathäa!
Er hat Jesus vom Kreuz abgenommen: „Ich weiß nicht, ob dieser Jesus ein Prophet, ein Heiliger oder ein Unruhestifter war, aber ich bin ein frommer Jude. Kein toter Mensch darf in unserem Land am Kreuz hängen bleiben, wenn es Abend ist. Tote zu bestatten, das gehört dazu, wenn man ein frommer Jude ist. Das werde ich mit Jesus tun.“
Da sieht Joseph plötzlich die Jüngerinnen.
Er fragt sie: „He, ihr da, gehört ihr auch zu diesem Jesus?“
Die Jüngerinnen bekennen: „Ja. Wir sind Jüngerinnen von Jesus.“
Da winkt Joseph sie herbei, damit sie vom toten Jesus Abschied nehmen können.
Auch Maria, die Mutter Jesu, ist gekommen. Johannes begleitet sie.
Die Jüngerinnen klagen: „Warum hat Gott das zugelassen Jesus hat doch Gott vertraut. Warum hat Gott ihn nicht beschützt? Gott hat Jesus verlassen? Warum nur? Warum? Unsere Hoffnungen auf das Reich Gottes sind mit Jesus gestorben.“
„Wo bringst du den toten Jesus hin?“ fragt Magdalena Joseph.
„Ganz in der Nähe ist ein Felsengrab, in dem noch kein Mensch bestattet wurde. Dort bringe ich ihn hin. Wenn ihr wollt, könnt ihr mitkommen und sehen, wo das ist. Aber wir müssen uns beeilen. Der Ruhetag, der Sabbat naht, die Sonne geht bald unter“, antwortet Joseph.
Vor dem Stein liegt ein schwerer Stein. Römische Soldaten bewachen das Grab.
Schaut mal! Die Sonne geht auf!
Am Morgen des dritten Tages machen sich die Jüngerinnen auf den Weg zum Grab:
„Seht, die Sonne geht gerade auf! Wir sind gleich da. Hier muss es sein … „
Grab, kaum benützt, günstig abzugeben
Aber … das Grab ist offen. Irgendjemand hat den Stein entfernt!
„Warum sollte man den Stein von einem Grab wegwälzen?“ fragt Magdalena.
„Um den Leichnam auch gleich wegzunehmen?“ stellt Rut fest.
Der tote Jesus ist verschwunden! Die Jüngerinnen sind ratlos.
Magdalena sagt: „Vielleicht stecken die Jünger dahinter. Kommt, gehen wir zu Petrus und Johannes.“
Die Jüngerinnen laufen los und holen Simon Petrus und Johannes.
Simon Petrus untersucht das Grab, dann Johannes. Aber die Beiden haben auch keine Erklärung.
„Seid ihr sicher, dass das das richtige Grab ist?“, fragt Petrus.
Magdalena faucht ihn an: „Wir waren dabei, als Jesus bestattet wurde. Wir haben Augen im Kopf.“
„Ist ja gut“, beschwichtigt Simon Petrus, „Gehen wir wieder. Hier gibt es nichts zu sehen.“
Alle gehen ratlos wieder weg. Nur Magdalena bleibt tieftraurig und allein am Grab zurück.
Und dann …
„Frau, warum weinst du?“
„Bist du der Gärtner? Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen“, sagt Magdalena.
Jesus sagt: „Maria!“
Da erkennt Magdalena ihn und ruft: „Jesus! Du lebst!“
Magdalena will Jesus umarmen, aber Jesus sagt:
„Halte mich nicht fest, denn ich werde zu Gott, meinem Vater gehen. Aber du gehe zu meinen Jüngern und Jüngerinnen und sage ihnen: Jesus geht zu seinem Vater, der auch euer Vater ist. Ich gehe zu meinem Gott, der euer Gott ist. Erzähle allen Menschen: Das Reich Gottes ist stärker als der Tod!“
Dann geht Jesus.
Magdalena bleibt stehen und sieht Jesus nach.
Dann läuft sie los: „Ich habe den Herrn gesehen! Jesus lebt!“
Schon vormittags geht es los. Die helfenden Hände (grüne T-Shirts) legen die Teppiche im Saal aus.
Die Körbe werden beschriftet und befüllt und warten im Kleinen Saal darauf ausgefahren zu werden. Ohne die helfenden Hände geht gar nichts beim Kibiwe!
Um 13.30 ist Einlass. Der Saal füllt sich, die Band stimmt die Kinder schon mit Liedern ein.
Dann geht es los. Als Moderator hat Lukas die Aufgabe, die Sicherheitsbelehrung zu machen und die Ersthelfer vorzustellen.
Die Sicherheitsbelehrung hat in kürzester Zeit Kultfaktor erreicht. Jeder und jede freut sich auf diesen ersten Höhepunkt des Kibiwe.
Nach dem ersten Teil des Szenenspiels (zum Szenenspiel gibt es einen eigenen Beitrag) geht es ab in die Gruppen.
Gertrud und Susanne haben sich auf den Weg gemacht die Gruppen zu besuchen.
Nicht alleine – Gabi ist dabei, aber leider ist Gabi auf keinem einzigen Foto des Kibiwes zu sehen!
Ist Gabi vielleicht unsichtbar?
Nein!
Gabi macht die Fotos!
Wartet, es gibt da ein Foto vom Kibiwe 2024 …
Das ist Gabi!
Danke, Gabi, für die Bilder, ohne die diese Homepage langweilig wäre!
Drei Jahrgangsstufen sind in der Fürholzer Schule untergebracht.
Ohne die Gastfreundlichkeit der Rektorin und der betroffenen Lehrkräfte wäre das Kibiwe nicht machbar.
Vielen Dank!
Man beachte die schönen Gruppenschilder!
Bei der Hochzeit zu Kana ist so viel Traubensaft übriggeblieben, dass es auch für alle Kinder und Mitarbeitenden beim Kibiwe reicht, hygienisch und hübsch verpackt.
Die 4. Klasse ist im evangelischen Gemeindezentrum untergebracht.
Man ist gerade dabei, die Wimpel zu bemalen, aber zuerst wird natürlich ausprobiert, wie gut man mit so einem Wimpel auf dem Kopf aussieht …
Die 7. Klasse ist im katholischen Pfarrhaus und hat gerade Besuch von der Darstellerin der Magdalena und dem Darsteller von Jesus.
Das Gruppenschild der 1. Klasse ist besonders beeindruckend!
Der Kiga war schon fleißig!
Die 6. Klasse ist draußen und spielt „gordischer Knoten“.
Auch die 7. Klasse ist jetzt draußen und gestaltet ihr Gruppenbild mit Sprühkreide: Es ist der Münchner Olympiaturm!
Abends dann ist es Zeit, das Lessielied zu singen.
Die Bemos haben für jedes Lied eine eigene Choreographie einstudiert!
Super!
Die Ton- und Lichttechnik oben auf der Empore …
… sorgt auch dafür, dass die Liedtexte über den Beamer korrekt angezeigt werden.
Denn ohne Musik geht gar nichts beim Kibiwe!
Die Mitarbeitenden des Kibiwes finden sich am Freitagabend in der Kirche noch zu einem gemeinsamen Bild zusammen (und es sind nicht einmal alle drauf).
Ihr seid die Besten!
Der Samstag – ereignisreich, anstrengend, fantastisch!
Schon früh am Morgen geht es in der Küche im wahrsten Sinne des Wortes rund: Die Kibiwe-Nudelsoße fürs Mittagessen wird zubereitet.
Im Foyer warten die Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen, um die Kinder ihrer Jahrgangsstufe – wie bereits am Freitag – zu empfangen.
Der Moderator in Slow Motion
Der Saal wird fürs Mittagessen hergerichtet.
Der Workshop „Wo bin ich König?“ ist sehr gefragt.
Partizipation und Teilhabe, auch aller Kinder und Jugendlichen, ist eine Grundlage der Demokratie.
Zusammen müssen die Kinder entscheiden, ob sie die Nüsse, die Zitronen oder die Schokolade essen wollen (und nicht alle Jahrgangsstufen haben sich für die Schokolade entschieden!): Wichtig ist, dass jeder und jede Mitspracherecht hat und seine eigene persönliche Meinung vertritt.
Das CD-Cover ist fertig und auch das Plakat mit den Darstellerinnen und Darstellern des Ensembles hängt jetzt im Foyer an der Stellwand.
Dieses Jahr ist die Tischdeko sehr ungewöhnlich, eine Spende der Theatergruppe Fantastic Oh aus den Restbeständen vom Krimidinner.
Ein Blick auf eine der Essensausgabestationen …
… und von der Empore in den Saal.
Ein herzliches Dankeschön und ein kräftiger Applaus fürs Küchenteam!
Es hat wunderbar geschmeckt!
Während die Gruppenleitungen mit den Kindern den Saal räumen, wird in Windeseile umgebaut.
Alle helfen mit!
In der Küche läuft die Spülmaschine auf Hochtouren und im Innenhof werden die Teller von Hand vorgereinigt (diese Frau ist extra nur zum Helfen in der Küche 50 Kilometer angereist!).
Die Kinder vom Kiga haben derweil das tolle Gefährt entdeckt, das einer helfenden Hand gehört und eigentlich zum Ausfahren der Körbe dient …
Pünktlich um 14 Uhr sind alle wieder im Saal.
Pater Binoy schaut vorbei und begrüßt die Teilnehmenden beim Kibiwe.
Das Szenenspiel am Samstagnachmittag ist hochdramatisch, aber hinten im Saal geht es ausgesprochen friedlich zu: Die Darsteller und Darstellerinnen von Pilatus, seiner Frau, Magdalena und Judas, während die Band spielt. Ganz rechts Tobias, der für die Logistik und die Helfenden Hände verantwortlich ist.
Endlich gibt es Kuchen! Die Eltern haben reichlich gespendet, die Kinder und Mitarbeitenden freut’s.
Vielen Dank!
Die 7. Klasse bietet in der Aula der Grundschule Spiele an.
Beinahe hätten wir vergessen, das Grab in der Kirche aufzubauen. Jetzt aber schnell! Alle helfen mit.
Gerade noch geschafft!
Nach dem Szenenspiel am Abend der nächste Umbau. Die Teppiche und große Teile der Technik kommen in die Kirche, …
… im Saal werden die Tische für die Bastelausstellung aufgebaut.
Die Wimpelkette wird genäht und aufgehängt (siehe Making-of Wimpelkette).
Alles fertig, Feierabend!
Der Sonntag kann kommen.
Der Sonntag – ein krönender Abschluss!
Das Ensemble trifft sich in der Früh in der Kirche um die letzte Szene noch einmal zu üben.
Auch die Band ist schon vollständig, der Soundcheck läuft.
Kinder und Mitarbeitende versammeln sich im Saal und im Foyer.
Natürlich schon mal eine gute Gelegenheit die Bastelausstellung zu bewundern.
Mit dem großen Einzug aller Teilnehmenden beim Kibiwe beginnt der Gottesdienst.
Bei den Liedern der Band sind alle voll dabei!
Auch die Jüngerinnen hinten in der Kirche, die auf ihren Einsatz warten.
Ein kurzer Rückblick auf das Szenenspiel bisher, Lukas macht das gemeinsam mit den Kindern, Susanne und Gertrud leiten den Gottesdienst gemeinsam.
Nach dem Szenenspiel (eigener Beitrag!) überlegen die Kinder, warum Magdalena wohl so eine ganz besondere Jüngerin Jesu war:
Sie war mit Jesus solidarisch bis zu seinem Tod und die Erste, der Jesus nach seiner Auferstehung begegnete!
Kinder aller Jahrgangsstufen tragen Fürbitten vor.
Ein wichtiger Moment, in dem die Hauptpersonen des Kibiwes das Sagen haben und vor Gott bringen, was ihnen auf dem Herzen liegt.
Leute, die man selten sieht, weil sie hinter den Kulissen fleißig sind: Die gesamte Bühnentechnik.
Der Dank an alle Mitarbeitenden.
Sie haben Großartiges geleistet!
Manuela verkündet den Kibiwe-Hit 2025: Es ist …
„Felsenfest und stark“!
Dem Ehrenmitglied der Kibiwe-Band gefällt das!
Nach dem Gottesdienst spielt die Band noch als Zugabe „An Tagen wie diesen“.
Der harte Kern des Kibiwes lässt sich diesen Moment nicht entgehen.
Im Foyer gibt es die Musik-CDs, Kibiwe-Soße und etwas Kuchen zu verkaufen.
Auch das Fairtradeladerl hat geöffnet und wird vom Darsteller des Zöllners Levi professionell betreut.
Ein Blick in die Bastelausstellung.
Für die Helfer und Helferinnen, die die Kirche aufräumen, die Technik in den Saal schleppen und später den Kleinen Saal räumen werden, gibt es selbstgemachte Pizza.
Die Wimpelkette darf noch einige Wochen, bis zum Advent, in der Kirche hängenbleiben und alle Menschen erinnern:
Maria Magdalena ist für das Kibiwe in Neufahrn kein neues Thema. Schon 2009 drehte sich ein ganzes Wochenende um diese wichtigste Jüngerin Jesu. Was – das ist schon 16 Jahre her? Zeit für ein Remake.
Alles, was man zum Start braucht, ist eine Darstellerin für Magdalena und einen Darsteller für Jesus. Ein Blick ins Ensemble zeigt: Beides vorhanden, es kann losgehen.
Nicht alle Szenen für das Kibiwe 2025 sind ein Remake von 2009, eine Szene wurde schon 2004 inszeniert, einige 2009, einige 2017. Aber trotzdem, es gibt auch neue Elemente, eine Mischung aus Bewährtem und Neuem.
Das Klausurwochenende in Steinerskirchen – mal wieder keine Bilder, wo man sieht, dass gearbeitet wird, weil gerade gearbeitet wird
Lukas übernimmt von Christina die Aufgabe, das Team spirituell zu motivieren.
Klausurwochenende, das bedeutet, das Kibiwe von A bis Z zu planen, theoretisch, aber auch ganz praktisch.
Noch ein schnelles Gruppenbild vor der Abfahrt: Neu im Team sind Susanne und Johannes. Tobias und Lukas fehlen, sie mussten früher abreisen. Und was ist mit Gabi?
Na, geht doch!
Das Auftakttreffen – unter der Woche never again!
Naja, soo leer war es dann doch wieder nicht …
Nach einem gemeinsamen Beginn gibt es gleich mal was zum Essen …
… während man sich für eine Gruppe einschreibt …
… und los geht es in die Workshops!
Zu sehen, hören und erleben gibt es da …
… das Szenenspiel und die Kinderwirklichkeit …
… alles, was man logistisch wissen sollte und wo man es findet: Das Padlet, den Leitfaden, den Zeitplan und das Schutzkonzept …
… die Lieder …
… Ideen zum Basteln …
… Spiele und …
… das Angebot am Kibiwe „Wo bin ich König?“.
Magdala bedeutet mehr oder weniger „Stadt des Turmes“ und nach dieser Stadt wurde Maria Magdalena genannt. Alle Jahrgangsstufen überlegten sich, welches Gruppensymbol sie zum Begriff „Turm“ wählen.
Spannende Frage: Wie werden die Gruppen ihr Symbol umsetzen?
Zum Abschluss noch ein spontanes Lied, das Susanne einbringt.
Ratet mal, ob das beim Kibiwe 2025 gesungen werden wird!
Die Lese- und Durchlaufprobe – Sitzfleisch und Vorstellungsvermögen sind gefragt
Das Ensemble beginnt die Proben damit, das Szenenspiel mit verteilten Rollen durchzulesen. Nicht wirklich spannend, zugegeben.
Nur das geübte Auge kann schon bei der Durchlaufprobe erkennen, welche Szene gerade geprobt wird.
Die Abendproben – arbeitsintensiv und geheimnisvoll
Na, dann raten wir doch weiter, oder?
?
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???
Die Sonntagsprobe – Das Ensemble auf dem Weg zur Perfektion
Endlich! Kulisse, Requisite und Kostüme (Danke an Marita, die unter anderem sämtliche pink-lila-rosa Stoffe zu Frauengewänder dafür verarbeitete!) gewinnen an Substanz, nur noch vereinzelt sind Skripte auf der Bühne zu sehen.
Einzelne Szenen sind schon richtig gut, aber hier, im Making-of, nur Bilder, wo die Masken gefallen sind …
Die Inhalte der Becher werden kontrolliert.
Der Jesusdarsteller hat eine Idee, wie man die Regieanweisung „Im Hintergrund bleiben“ umsetzen könnte.
Eigentlich eine sehr, sehr traurige Szene, der Evangelist bemerkte in dieser Geschichte: „Jesus weinte“ …
Auch die Gefangennahme ist eine sehr lustige Angelegenheit, wie man sieht.
Für alle Beteiligten!
Wirklich!
Irgendetwas gehört hier definitiv nicht auf die Bühne …
Der ganze Stolz des römischen Imperiums …
Btw: Die guten Bilder habe ich für den Beitrag zum Szenenspiel aufgehoben.
Das Update- und das Countdowntreffen
Das Updatetreffen ist eine eher nüchterne Angelegenheit und leider gibt es davon nur ein Bild.
Aber es gibt jetzt einen Gruppenleiter für die 7. Klasse!
Beim Countdowntreffen geht es wieder praktischer zu: Lieder werden eingeübt und Laura von den Bemos leitet die Bewegungen an.
Der Gamemaster selbst hat seine reichhaltige Sammlung gruppendynamischer Spielutensilien mitgebracht …
… aber auch traditionelle Spiele wie „Die Reise nach Jerusalem“ können Spaß machen!
Bitte nicht stören! Aufnahme! – Die Kibiwe-CD entsteht
Man muss schon genau hinschauen um den Kleinen Saal (im Hintergrund) zu erkennen.
Ein ganzes Wochenende hängt sich die Kibiwe-Band rein um eine perfekte Aufnahme der Lieder hinzubekommen.
Was auch gelungen ist!
Kulissen – und Requisitenbau in den Herbstferien – Die machen das alle freiwillig!
Wie ein Grab entsteht
Die Einzugs- und Tempelszene wird vorbereitet (mit Flutschtest)
Dieser Tisch wird umgeworfen, soll aber nicht kaputtgehen (weil wir ihn nur ausgeliehen haben). Ein Stoßdämpfer wird eingearbeitet.
Der Taubenkäfig (samt Taube) kommt nach 2009 und 2017 zum dritten Mal zum Einsatz.
Auch die Schafe haben schon Erfahrungen mit Aufruhr im Tempel. Ihnen ist aber ihr Dienst in der Weihnachtskrippe der Pfarrkirche lieber … und nun der Flutschtest:
Bestanden!
Kleine Arbeiten nebenbei
Aus Bananenblätter Palmenblätter machen.
Im Pfarrzentrum geeignete Krüge zusammensuchen.
Den Sternenhimmel aufhängen.
Die Amphoren (aus dem 3D-Drucker) im Regal und die Kerzen in den Kerzenständer befestigen.
Problem!
Lösung?
Lösung?
Lösung!
Ohne die Leute, die jedes Jahr die Herbstferien im Franziskussaal verbringen, wäre das Szenenspiel nicht möglich. Danke an alle!
Probleme, die wir nicht haben
Zum Beispiel, dass man im Bühnenkammerl nicht sieht, was im Saal passiert: Haben wir jetzt einen Monitor. Oder dass die Technik auf der Empore ganz weit weg ist: Haben wir jetzt eine Standleitung. Oder dass die Band nicht wusste, wann die Bühnentechnik mit dem Umbau wirklich fertig ist: Haben wir jetzt ein optisches Signal.
Ganz normale Sachen wie Ton- und Beleuchtungstechnik machen die Jungs vom AK Technik natürlich auch.
Leute, ihr seid der Wahnsinn!
Die Generalprobe – Leben zwischen Bangen und Hoffen, dass es bei der Aufführung klappt
Viel Platz bieten das Bühnenkammerl und die Bühne nicht. Was man so alles braucht fürs Szenenspiel 2025 (Stühle, Tische, Kissen, Gläser, Krüge, Becher, Schafe, ein Kreuz, ein ganzes Grab …) muss irgendwo verstaut werden. Die Schauspieler und Schauspielerinnen nicht zu vergessen, die hier auf ihren Auftritt warten, zusammen mit der Bühnentechnik und der Soufleuse.
Die Requisiten, das Bühnenbild und die Kostüme sind perfekt, die Regie ist angemessen gekleidet. Jede Szene wird nachbesprochen. Irgendwie aber läuft es nicht optimal, vielleicht die Nerven?
Aber eine Generalprobe, bei der alle schon ihr Bestes zeigen, soll ja gar nicht so toll sein …
Ein absolutes Highlight: Manuela und Christina nehmen sich die Zeit und unterstützen uns mit den Liedern, die während und zwischen den Szenen geplant sind.
Das war richtig schön!
Making-of Wimpelkette
Eine Wimpelkette besteht aus Wimpeln, aber eine Qualitäts-Wimpelkette besteht aus doppelseitig genähten Wimpeln! Und die werden aus geeigneten Stoffen, überwiegend aus den Stoffspenden im Fundus, liebevoll und einzeln genäht. Bei 250 Wimpeln liegt der geschätzte Bedarf für das Kibiwe, über 150 davon näht alleine Marita zu Hause (leider kein Bild).
Danach wenden und bügeln.
Freitagmorgen: Alle Wimpel sind fertig und je nach Gruppe abgezählt und beschriftet.
Lukas erklärt sicherheitshalber noch einmal, was es mit den Wimpeln auf sich hat und was genau die Aufgabe ist.
Falsch!
Richtig!
Die Wimpel werden liebevoll bemalt und beschriftet.
Samstagabend: Die fertig gestalteten Wimpel werden …
… zu einer sehr, sehr langen Winpelkette zusammengenäht und danach in der Kirche aufgehängt.
Die Kinder werden zum Foyer des katholischen Pfarrzentrums gebracht und dort den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihrer Jahrgangsstufe übergeben. Die Kinder gehen dann in den Franziskussaal, wobei sie dort schon einen Platz in ihrer Jahrgangsstufe einnehmen. Gemeinsam wird gesungen und auch ein Teil des Szenenspiels angeschaut. Danach gehen die Kinder mit den Mitarbeitern Mitarbeiterinnen ihrer Jahrgangsstufe in ihre Gruppenräume: Diese sind entweder im katholischen Pfarrzentrum oder im evangelischen Pfarrzentrum oder in der Fürholzerschule (Danke, dass wir dort zu Gast sein dürfen). Der gemeinsame Abschluss findet im katholischen Pfarrzentrum statt, die Kinder können anschließend in der Franziskuskirche abgeholt werden.
Was muss mein Kind mitnehmen?
Bitte geben Sie Ihrem Kind Federmäppchen, Schlampermäppchen, Hausschuhe und eine Trinkflasche mit. Wetterfeste Kleidung ist auch zu empfehlen, da die Kinder sowohl in Räumen als auch im Freien sein werden.
Wo und wann kann ich mein Kind abgeben?
Grundsätzlich zur Bringzeit, die auf der Kinderanmeldung vermerkt ist, und grundsätzlich im Foyer des katholischen Pfarrzentrums bei Mitarbeiter*innen, die für die Jahrgangsstufe Ihres Kindes zuständig sind und dort auf Ihr Kind warten. Bitte benützen Sie nicht den Nordeingang des Franziskussaales um Ihr Kind zum Kibiwe zu bringen.
Bringzeit 7.11.: 13.30 bis 14.00 (14.00 ist Beginn)
Bringzeit 8.11.: 9.45 bis 10.00 (10.00 ist Beginn)
Bringzeit 9.11.: 10.45 bis 11.00 (11.00 ist Beginn des Gottesdienstes in der Franziskuskirche, zu dem auch alle Eltern und Angehörige herzlich eingeladen sind!)
Wo und wann kann ich mein Kind abholen?
Die Kinder können grundsätzlich nur in der Franziskuskirche zu den angegebenen Abholzeiten abgeholt werden. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sorgen dafür, dass jedes Kind an seine Eltern oder abholberechtigte Personen übergeben wird. Bitte haben Sie Geduld und warten Sie in der Franziskuskirche, bis die Kinder und auch Ihr Kind dort sind. Weder im Foyer noch im Franziskussaal können Sie Ihr Kind abholen. Bitte denken Sie daran, dass wir 150 Kinder fast gleichzeitig übergeben müssen! Bei der Anmeldung wurden Sie gefragt, ob Ihr Kind allein heimgehen darf. Dann darf Ihr Kind alleine nach Hause gehen.
Abholzeit 8.11.: 18.30
Abholzeit 9.11.: 18.30
Abholzeit 10.11.: 12.00
Was bekommen die Kinder zu essen und zu trinken?
Wir gehen davon aus, dass die Kinder am Freitag zu Mittag gegessen und am Samstag gefrühstückt haben. In allen drei Einheiten – Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Samstagnachmittag – wird es eine Brotzeit bzw. Kuchen geben. Zum Trinken bieten wir Wasser und Tee an. Sollte Ihr Kinder das nicht trinken wollen, so geben Sie ihm ein eigenes Getränk mit. Bitte seien Sie so lieb und vermeiden Sie dabei zuckerhaltige Getränke oder gar Cola! Geben Sie Ihrem Kind das mit, was es auch in der Schule dabei haben dürfte.
Am Samstagmittag gibt es vegane Nudeln mit einer veganen Tomatensoße zum Mittagessen (plus Butter oder Parmesan, wenn das Kind das will. Oder auch Nudeln ohne Soße, wir sind da flexibel). Zum Nachtisch werden traditionell Gummibärli gereicht, die man aber nicht essen muss.
Rahmenhandlung 1: Hochzeitsshopping in Magdala; Szene 1: Der Anbruch des Gottesreiches gefährdet die fischverarbeitende Industrie in Magdala; Rahmenhandlung 2: Das Hochzeitsshopping ist geschafft (aber sie haben den Wein vergessen); Rahmenhandlung 3: Diesen Jesus schau ich mir genauer an!
Maria, Inhaberin von Garum International mit Geschäftssitz in Magdala, ist empört: Reihenweise kündigen ihre Fischlieferanten, weil sie ab sofort einem gewissen Jesus „nachfolgen“, der den Anbruch des Gottesreiches verkündet. Wo sollen da die Fische herkommen, Hauptzutat für ihre berühmte Fischsoße, die beste im ganzen römischen Weltreich?
Maria macht sich auf den Weg, um diesem Jesus gründlich ihre Meinung zu sagen. Dass Maria Magdalena – sie ist nach der Stadt Magdala, der Stadt des Turmes benannt – nebenbei noch von einem befreundeten Brautpaar zu ihrer Hochzeit nach Kana eingeladen wird, gerät da fast in Vergessenheit.
Rahmenhandlung 4: Schlechter Umgang in Kafarnaum; Szene 2: Das Reich Gottes ist wertvoller als die beste Fischsoße im ganzen römischen Weltreich
Und da kommt auch schon der nächste Aufreger! Magdalena findet diesen Jesus im Kreis seiner sogenannten Jünger und Jüngerinnen ausgerechnet im Haus des Zöllners Levi, einem stadtbekannten Betrüger in Kafarnaum. Dass Levi plötzlich ehrlich geworden ist und jetzt ein Jünger dieses Jesus, ist erstaunlich. Noch erstaunlicher ist die Botschaft, die dieser Jesus verkündet: „Glücklich, die ihr jetzt arm seid, euch gehört das Reich Gottes. Wehe, die ihr jetzt reich seid, ihr habt eure Belohnung schon erhalten.“
Wenn die Reichen teilen würden und alle Menschen zu essen hätten, das wäre schon etwas wert, denkt sich Magdalena. „Wo dein Schatz, da ist auch dein Herz!“ sagt Jesus zu ihr. Magdalena will mehr von diesem Jesus erfahren und folgt ihm nach.
Rahmenhandlung 5: Das Who is Who der Jüngerschaft (es fehlen noch zwei); Szene 3: Mit Jesus steht einem ordentlichen Hochzeitsgelage nichts mehr im Wege
Was für eine Fehlplanung! Magdalena, Jesus, seine Jünger und Jüngerinnen sind bei der Hochzeit zu Kana eingeladen, doch schon in kürzester Zeit geht der Wein aus. Zum Glück ist die Mutter Jesu auch dabei und setzt ihren Sohn subtil, aber entschlossen unter Druck.
Möglichst unauffällig verwandelt Jesus den Inhalt von sechs großen Krügen Wasser, reines Quellwasser, frisch abgefüllt, in köstlichen Rotwein. Die Hochzeitsgäste, aus gegebenem Anlass noch nicht komplett betrunken, bemerken trotzdem, woher dieser neue Rotwein, beste Qualität, wie Magdalena bestätigt, herkommt. Ein Hoch auf das Brautpaar! Ein Hoch auf Jesus!
Nach der Hochzeit bleibt eine riesige Menge Traubensaft1 übrig, den das Brautpaar großzügig den durstigen Kindern vom Kibiwe spendet.
Rahmenhandlung 6: Auch Leute, die im Namen des Gottesreiches unterwegs sind, brauchen was zum Essen; Szene 4: Das Reich Gottes steht in starker Konkurrenz zum Küchendienst
Auch Jesus, seine Jünger und Jüngerinnen brauchen was zum Essen, zum Trinken und eine Unterkunft. Was für ein Glück, dass Marta, die Schwester von Magdalena, und ihr Bruder Lazarus in Betanien gastfreundliche Leute sind und die ganze Gesellschaft gerne aufnehmen.
Während Jesus vom Reich Gottes erzählt, rotiert Marta in der Küche fürs Abendessen, bis ihr der Geduldsfaden reißt: „Sag meiner Schwester, sie soll mir helfen!“ bittet sie Jesus. Aber Jesus schickt Magdalena nicht in die Küche, vielmehr fordert er Marta auf: „Setz dich zu uns! Maria hat den guten Teil gewählt, der soll ihr nicht genommen werden.“
Kinderwirklichkeit (Kurzfassung)
Der Freitagnachmittag gibt folgende Themen her:
Was ist wertvoll? – Die Sehnsucht nach dem Gottesreich
Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sind unendlich wertvoll, das ist das Reich Gottes. Das Neue an Jesu Botschaft war, dass er verkündete, dass dieses Reich schon angebrochen und mit Gottes Garantie Wirklichkeit wird. Good news!
Wir feiern ein Fest – Das Gottesreich spüren
Das Fest ist ein Sinnbild dieses Reiches Gottes und das Kibiwe selbst soll so ein kleines Reich-Gottes-Erlebnis sein. Also dann: Lasst uns gemeinsam feiern!
Nachfolge – Sich fürs Gottesreich einsetzen
Im Laufe des Freitagnachmittag wird Magdalena zu einer Followerin von Jesus. Wir folgen, wenn, dann, immer nur den Besten der Besten, oder, und setzen uns ein für das Reich Gottes.
Freitagabend
Rahmenhandlung 7: Kommt, wir wollen Jesus sehen!; Szene 5: Im Reich Gottes sind die kleinen Leuten groß!
Mütter mit Kindern wollen zu Jesus, doch die Jünger und Jüngerinnen weisen sie ab: „Für Kinder hat Jesus keine Zeit. Verschwindet wieder!“ Aber da haben sie nicht mit Jesus gerechnet: „Wollt ihr wissen, wer der Größte im Reich meines Vaters ist? Wer so klein sein kann wie diese Kinder, der ist im Reich Gottes der Größte“, sagt Jesus zu ihnen. Der Bitte der Kinder, gesegnet zu werden, kommt Jesus gerne nach. Und so segnet er, mit Hilfe von netten Jüngern und Jüngerinnen, auch gerne jedes Kind, das zum Kibiwe gekommen ist.
Samstagvormittag
Rahmenhandlung 8: Jesus kommt zu spät, aber trotzdem zur rechten Zeit; Szene 6: Jesus zeigt, was er drauf hat
Schreckliche Nachricht! Lazarus, der Bruder von Marta und Magdalena, ist plötzlich gestorben. Erst vier Tage danach trifft Jesus mit den Jüngern und den anderen Jüngerinnen ein. „Wenn du da gewesen wärst, dann wäre Lazarus nicht gestorben!“ klagt Marta. „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mir vertraut, der muss den Tod nicht fürchten. Vertraust du mir, Marta?“ fragt Jesus.
Am Grab angekommen ist Jesus so traurig, dass er weint. Dann bittet er darum, den Stein vor dem Grab wegzuwälzen. „Lazarus, komm heraus!“ ruft er und siehe: Lazarus lebt!
„Tote auferwecken, das kann nur Gott“, sagen die Jünger und Jüngerinnen zueinander. „Was glaubt ihr, wer dieser Jesus ist?“ „Er ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ antwortet Simon Petrus.
Rahmenhandlung 9: Achtung, auf der Straße von Jerusalem nach Betfage kommt ihnen eine Demonstration entgegen; Szene 7: Es ergeht eine Anzeige wegen Sachbeschädigung im Tempel von Jerusalem, Abschnitt A: Der große Rausschmiss, Abschnitt B: Mit diesem Jesus ist es nicht auszuhalten
Was für ein triumphaler Einzug! Auf einem Esel reitet Jesus nach Jerusalem hinein. Menschen winken ihm mit Palmzweigen zu und rufen: „Hosanna! Jesus soll unser König sein!“
Im Tempel zu Jerusalem kommt es dann zum Eklat: Jesus wirft die Tische der Geldwechsler und Händler um und ruft: „Das Haus meines Vaters soll ein Haus des Gebetes sein! Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“
Die Angehörigen des Hohen Rates sind not amused: Dieser Jesus muss weg! Judas, einer der Jünger, verspricht, ihnen dabei zu helfen.
Rahmenhandlung 10: Betanien liegt übrigens im Speckgürtel von Jerusalem; Szene 8: Endlich! Jesus wird gesalbt! (Nur blöd, dass es eine Frau gemacht hat, das zählt nicht)
Zurück in Betanien, wo Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen während der Zeit in Jerusalem bei Marta und Lazarus untergekommen sind, klingt der aufregende Tag aus. Die Jünger und Jüngerinnen schwanken zwischen Euphorie und Angst: Wird das Reich Gottes nun Wirklichkeit werden oder werden die Feinde Jesu triumphieren? „Wohin ich auch gehen werde, mein Vater im Himmel wird mich nicht verlassen. Darauf vertraue ich“, sagt Jesus.
Da steht Magdalena auf und holt kostbares Nardenöl herbei. Damit salbt sie Jesus auf dem Kopf. Menschen wurden damals gesalbt, wenn sie König wurden, und sie wurden gesalbt, wenn sie begraben wurden. Was wird für Jesus gelten? König? Tod? Oder Beides?
Kinderwirklichkeit (Kurzfassung)
Der Samstagvormittag gibt folgende Themen her:
Einen König haben – Wer ist geeignet?
Da gibt es Überschneidungen mit dem Thema Nachfolge (siehe oben). Der Schwerpunkt liegt aber hier darauf, wem wir Macht übergeben, wer Macht über uns hat und was wir von denen erwarten, die Macht haben.
Gerechter Zorn – Wohin mit unseren Gefühlen, wenn der Hut brennt?
Ein schwieriges Thema. Es gibt Sachen, die machen uns traurig und wütend: Ungerechtigkeit, Krieg, Umweltverschmutzung … Emotionen motivieren, aber natürlich muss man da ganz schön aufpassen, dass man nicht eskaliert.
Anderen etwas Gutes tun – Sich gegenseitig stark machen
Einem anderen ein Kompliment machen, ihm etwas schenken … die Salbungsgeste Magdalenas bringt all das und viel mehr zum Ausdruck: Anerkennung für den König und Trost für den Gekreuzigten.
Samstagnachmittag
Szene 9: Das letzte Abendmahl, aber ohne Leonardo da Vinci
Das Paschafest, speziell den Sederabend, durfte man damals nur innerhalb der Stadtmauern Jerusalems feiern, und so hatte Jesus für diesen Abend einen Saal in Jerusalem organisiert. Das Fest der Befreiung aus Ägypten! Auch eine kleine Familie (die wir schon kennen, übrigens) hat sich Jesus und seinen Jüngern und Jüngerinnen spontan angeschlossen.
Seltsam, dass Jesus das geteilte Brot und den Kelch, aus dem alle trinken, plötzlich zu einem besonderen Zeichen macht: „Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt verkündet ihr meinen Tod bis ich wiederkomme in Herrlichkeit.“
Auch die Kinder vom Kibiwe sind eingeladen, von diesem geteilten Brot zu essen.
Rahmenhandlung 11: Diskussionen auf dem Heimweg nach Betanien; Szene 10: Zugriff im Garten Getsemani erfolgreich verlaufen
Und dann nimmt die Katastrophe ihren Lauf: Auf dem nächtlichen Heimweg nach Betanien wird Jesus im Garten Getsemani von der Tempelwache festgenommen. Judas, der weiß, dass Jesus dort am Ölberg gerne eine Pause einlegt, hat sie dort hingeführt und mit einem Kuss den entscheidenden Hinweis gegeben, wen der zahlreich anwesenden Personen genau sie verhaften sollen.
Die Jünger und Jüngerinnen fliehen voller Angst und Schrecken.
Rahmenhandlung 12: Manchmal ist Dabeisein alles I; Szene 11: Kurzer Prozess am Freitagmorgen; Rahmenhandlung 13: Manchmal ist Dabeisein alles II
Alle Jünger und Jüngerinnen? Nein! „Ich bleibe bei Jesus. Ich bin seine Jüngerin und folge ihm nach. Ich kann ihm nicht helfen, aber ich lasse Jesus nicht allein“, sagt Magdalena. Auch die anderen Jüngerinnen fassen sich ein Herz und begleiten Jesus auf seinem schweren Weg.
Sie werden Zeuginnen, wie Pontius Pilatus, der römische Statthalter, am frühen Freitagmorgen Jesus zum Tod am Kreuz verurteilt und sie folgen Jesus, der das Kreuz zur Hinrichtungsstätte trägt.
Kinderwirklichkeit (Kurzfassung)
Solidarität – sich auf die Seite der Verlierer stellen
Verlierer – Loser zählen nicht viel auf dieser Welt. Genau dort aber, bei den Verlierern, finden wir Jesus. Magdalena und die anderen Jüngerinnen sind sich nicht zu schade, solidarisch mit Jesus zu sein, ungefährlich war das damals nicht und ist es heute auch nicht.
In den Kirchen, aber auch an vielen anderen Orten in Neufahrn gibt es Kreuze zu entdecken. Schon mal gesehen, was Jesus am Kreuz in der Alten Kirche auf dem Kopf hat?
Man kann am Samstagnachmittag noch einmal thematisch arbeiten, aber bei den meisten ist die Luft raus. Die 7. Klasse macht ihr Angebot, bestimmt gibt es noch Bastelsachen zum fertigmachen und wenn das Wetter hält, dann sollte man rausgehen.
Samstagabend
Rahmenhandlung 14: Rückblick auf einen schwarzen Tag; Szene 12: Der Tod war auch für Jesus und seine Botschaft der Hoffnung und des Gottesreiches endgültig
Was für ein schrecklicher Tag! Zutief erschüttert vom Tod Jesu am Kreuz sehen die Jüngerinnen, dass ihn ein Mitglied des Hohen Rates vom Kreuz abgenommen hat. Auch wenn dieser kein Anhänger Jesu ist, weiß er, was als frommer Jude seine Pflicht ist: Tote zu bestatten.
Er erlaubt den Jüngerinnen, aber auch der Mutter Jesu und dem Jünger Johannes, von Jesus Abschied zu nehmen, bevor er sich beeilt, Jesus in ein nahes Felsengrab zu bringen, da der Ruhetag, der Sabbat, bald beginnen wird.
Sonntagvormittag
Rahmenhandlung 15: Schaut mal! Die Sonne geht auf!; Szene 13: Grab, kaum benützt, günstig abzugeben
Die Jüngerinnen sind unermüdlich! Schon früh am Morgen des dritten Tages machen sie sich auf den Weg, um das Grab Jesu zu besuchen. Doch der Stein vor dem Grab ist weggewälzt, das Grab ist leer!
Ratlos holen die Jüngerinnen Johannes und Simon Petrus, aber auch die können nicht erklären, was passiert ist.
Während alle anderen wieder gehen, bleibt Magdalena weinend am leeren Grab zurück. Ein Mann spricht sie an: „Frau, warum weinst du?“ Magdalena ist verwirrt, spricht ihn als Gärtner an und bittet ihn, wenn möglich, dass er ihr zeige, wo er den toten Jesus hingebracht hätte.
Erst als der Fremde sie mit Namen anspricht, gehen ihr die Augen auf: „Jesus, du lebst!“ „Halte mich nicht fest, denn ich werde zu Gott, meinem Vater gehen. Aber du erzähle allen Menschen: Das Reich Gottes ist stärker als der Tod!“ antwortet Jesus.
Freudestrahlend macht Magdalena sich auf zu den Jüngern und anderen Jüngerinnen: „Ich habe den Herrn gesehen! Jesus lebt!“
… an der Rampe werden noch Verbesserungen vorgenommen …
… und der Bär wartet gespannt auf die Gäste.
Kurz vor Acht ist der Franziskussaal gut gefüllt, es kann losgehen mit dem ersten Höhepunkt des Abends:
Der Sicherheitsbelehrung!
Was für ein netter Mann dieser Korbinian ist, trägt dem Bären das Gepäck nach!
Wenn es schon ein Kibiwe gibt, das in Bayern spielt, dann gehört da auch ein bayrisches Lied dazu: Die Bemos und Kinder bei „Aber griaß di“.
Die Band, verstärkt durch Kirchenspatzen, darf natürlich auch nicht fehlen.
Getränke sind in der Pause gefragt …
… und natürlich auch eine kräftige Brotzeit.
Ein Dank an die fleißigen Helfer und Helferinnen!
Ein Blick von der Empore auf den Regietisch ganz hinten im Franziskussaal, aber zu tun gab es da nicht viel: Alle Darsteller und Darstellerinnen waren absolut textsicher und wussten genau, wann und von wo sie auftreten sollten.
Ein wohlverdienter Applaus belohnte das Ensemble.
Fast alle sind zum Schluss auf der Bühne.
Korbinian und der Bär, ein wirklich erfolgreiches Team.
Ein Wunder! Der Bär kann Gitarre spielen!
Alle singen begeistert beim Lessie-Lied mit.
Zeit für ein paar schöne Erinnerungsfotos …
… dann ist Aufräumen angesagt.
Die Aftershow-Party fällt dieses Jahr etwas kurz aus.
Werden wir etwa alt?
Oder liegt es daran, dass schon am nächsten Tag ein weiteres Highlight auf uns wartet?
Denn …
… so klingt es, wenn unsere Jugendband the circle’s end bei Jugendkorbinian den gesamten Freisinger Dom rockt!
Das weströmische Reich ist Geschichte und die Völkerwanderung vorbei.
Die Leute sind also im Großen und Ganzen da, wo sie für die nächsten paar Jahrhunderte historisch gesehen hingehören, aber die politische Landschaft wird in wenigen Jahrzehnten Vergangenheit sein, wenn Karl der Große mit Europa fertig ist.
Königreiche und Herzogtümer, die sich gerade noch als etabliert und alteingesessen betrachteten, werden dann der Vergangenheit angehören und vergessen sein: Die Awaren, die Langobarden, um Beispiele zu nennen.
Fremd erscheint vielleicht, was man im 8. Jahrhundert als Bayern bezeichnet: Schwaben, Oberpfalz und natürlich Franken gehören nicht dazu, dafür weite Teile des heutigen Österreichs bis hin zu Südtirol.
Auch die bayrische Herrscherfamilie erscheint uns fremd, dabei gilt sie im 8. Jahrhundert als ein sehr altes Adelsgeschlecht, doch Karl der Große wird den letzten der Agilolfinger, Tassilo III., im Zuge seiner Neuordnung Europas entmachten.
Aber – noch nicht zurzeit Korbinians!
Und auch noch nicht zurzeit Arbeos, der nach Korbinian der 4. Bischof in Freising war und die Lebensbeschreibung Korbinians aufschrieb.
Beim Kibiwe 2024 erzählte Arbeo selbst den Kindern von Neufahrn die Geschichte des Heiligen Korbinian, aber hört und seht selbst!
Jetzt geht es los!
Freitagnachmittag
Arbeo erzählt:
Korbinians Geschichte begann nicht hier in Bayern, sondern im Frankenreich, ungefähr das, das man in eurer Zeit Frankreich nennt.
Dort hatte sich Korbinian in der Nähe einer kleinen Kirche, die dem HeiligenGermanus geweiht war, ein einfaches Haus gebaut, um an diesem Ort mit seinen Freunden ein ruhiges, einsames und gottgefälliges Leben zu führen.
Denn Gott, so hatte Korbinian schon früh beschlossen, der war das wichtigste in seinem Leben.
Korbinian und die gestohlene Lotta
„Kommt, wir wollen miteinander zu Abend beten!“, ruft Korbinian seine Gemeinschaft zusammen.
Nach dem Gebet schaut Anserich noch nach Lotta, dem Maultier, das der Gemeinschaft gehört. „Es ist ein schöner Abend, da darfst du noch auf der Weide bleiben, bevor ich dich für die Nacht in den Stall zurückbringe“, beschließt Anserich.
Doch während die Gemeinschaft beim Abendessen ist, kommt ein Mann, sieht Lotta, stiehlt sie und nimmt sie einfach mit!
Der Diebstahl wird schnell entdeckt. Uta und Anserich suchen überall verzweifelt nach Lotta, aber der Dieb und das Maultier sind spurlos verschwunden. Es wird Nacht und die Beiden müssen die Suche abbrechen.
Nachts betet Korbinian: „Guter Gott, ich weiß, dass man sein Herz nicht an Besitz hängen soll, aber bitte bringe uns Lotta wohlbehalten wieder zurück!“
Am nächsten Morgen geschieht das Wunder: Der Dieb kommt mit Lotta zurück.
„Haben wir dich, du Taugenichts!“, ruft Anserich, doch Korbinian sagt: „Tut dem Mann nichts zu leide! Seht ihr denn nicht, dass er seine Hände nicht von selbst bewegen und von Lotta lösen kann?“
Uta und Anserich lösen die Hände des Diebes von Lotta und bringen ihn zu Korbinian.
Korbinian redet dem Dieb ins Gewissen: „Was hast du dir dabei gedacht, einfach unsere Lotta stehlen? Möchtest du etwa, dass andere Leute dir wegnehmen, was dir gehört?“
Der Dieb antwortet: „Ich wünschte, ich hätte etwas, das man mir wegnehmen kann. Weil ich arm bin, deshalb habe ich das Maultier gestohlen.“
Dann erzählt er, wie es ihm ergangen ist: „Kaum hatte ich das Maultier berührt, konnte ich meine Hände nicht mehr von ihm lösen. Die ganze Nacht ist es mit mir durch Dornen und Disteln gelaufen.“
Da hat Korbinian Mitleid und sagt zu Uta: „Gib diesem Mann drei Silberstücke, damit seine Armut ihn nicht mehr zwingt, die Gebote Gottes zu brechen!“ Etwas widerstrebend gibt Uta dem Dieb drei Silberstücke.
Der Dieb ist außer sich vor Freude. Er lobt Gott und bedankt sich überschwänglich bei Korbinian.
Anserich und Uta sind auch zufrieden. Anserich meint: „Ich hätte den Dieb verprügelt und vielleicht dabei totgeschlagen“, und Uta antwortet: „Doch Korbinian in seiner Weisheit hat uns und den Dieb davor bewahrt, das Falsche zu tun.“
Arbeo erzählt:
Diese wunderbare Geschichte mit dem Maulesel, und vieles mehr ereigneten sich dort in dem kleinen Haus bei der Kirche des Heiligen Germanus.
Und so geschah, was geschehen musste: Korbinian wurde im ganzen Frankenreich bekannt.
Das klingt im ersten Moment großartig, aber leider hatte diese Berühmtheit für Korbinian und seine Gemeinschaft eher Nachteile …
Korbinian und die gestohlene Ruhe
Korbinian und seine Gemeinschaft möchten beten. Doch leider bekommen sie Besuch …
„Auch ich will Gott zum Mittelpunkt meines Lebens machen und ihm in der Einsamkeit dienen“, bittet Hiltrud, eine der Besucherinnen.
„Und ich will gerne sehen, wie dieser Gottesmann Korbinian lebt. So vorbildlich!“, meint Wulfa, die andere Besucherin, „Lasst euch von uns nicht stören!“
Korbinian und seine Gemeinschaft fangen wieder an zu beten, aber …
„Das ist der Heilige Mann, der Wunder tun kann!“ Der ehemalige Dieb besucht Korbinian regelmäßig.
Wulfa interessiert sich natürlich brennend für die Geschichte mit der Lotta und der ehemalige Dieb erzählt sie ihr gerne.
Korbinian und seine Gemeinschaft versuchen wieder zu beten …
„Korbinian! Korbinian! Ich bin’s!“ Seine Tante ist gekommen.
Sie hat Essen und ihren Sohn Erenbert dabei: „Erenbert möchte gerne bei dir bleiben, ich hoffe, du hast nichts dagegen. Mein Sohn, der Schüler seines berühmten Cousins Korbinian! Meine Nachbarinnen werden mich um diese Ehre beneiden!“
Während Wulfa und der ehemalige Dieb sich angeregt unterhalten und die Tante gleich mal das Bett lüftet, machen Korbinian und seine Gemeinschaft einen neuen Anlauf zu beten …
Fanfaren ertönen!
Fürst Pippin hat zwei Abgesandte geschickt, die ein wertvolles Geschenk überbringen wollen.
Einen kostbaren Mantel, den der Fürst selber bei der jährlichen Versammlung des Heeres getragen hat, und mit dem er nun Korbinian ehren möchte.
Wulfa, der ehemalige Dieb und die Tante sind restlos begeistert.
Aber nicht Korbinian: „Es ist einfach unglaublich! Ich will nichts als meine Ruhe und mein Leben Gott widmen. Dazu habe ich mich in die Einsamkeit zurückgezogen, und jetzt geht es hier zu wie auf dem Marktplatz!“
Korbinian befiehlt Anserich und Uta, den Mantel zu verkaufen und den Erlös den Armen zu geben. Auch von dem Essen der Tante sollen sie nur das Nötigste behalten.
Korbinian verabschiedet die Tante, Wulfa und den ehemaligen Dieb, aber er weiß: Schon am nächsten Tag werden wieder Leute kommen.
„Dann geh doch woanders hin!“, meint Erenbert.
Und so fasst Korbinian den Entschluss: „Ich gehe zum Papst nach Rom und werde ihn bitten, mir ein Stück Land zu überlassen. Dort, in der Nähe der Heiligen Stadt, kann ich in Ruhe und Einsamkeit für Gott leben.“
Uta, Anserich, Hiltrud und Erenbert schließen sich Korbinian an. Gemeinsam mit Lotta machen sie sich auf den Weg nach Rom.
Korbinian und der gefräßige Bär
Der Weg führt über die Alpen ins schöne Südtirol.
„Für heute sind wir genug gewandert. Wir wollen hier Rast machen“, sagt Korbinian.
„Da drüben ist ein hübscher Fleck, wo Lotta frisches Gras und grüne Kräuter zum Fressen finden kann“, meint Anserich und führt Lotta dorthin.
„Wenn wir die Alpen hinter uns haben, dann müssen wir noch durch Italien wandern. Aber es wird nicht mehr so steil und gefährlich sein“, erklärt Korbinian.
Erenbert fragt: „Vor wem müssen wir uns fürchten?“
„Vor Räubern und vor wilden Tieren“, antwortet Uta und Korbinian ergänzt: „Deswegen muss auch jede Nacht einer von uns Wache halten. Wer ist heute Nacht dran?“
Anserich meldet sich: „Ich bin dran.“
Alle schlafen und Anserich wacht.
Doch er ist müde und so schläft auch er ein.
Am nächsten Morgen geht Anserich und schaut nach Lotta …
„Ein Bär! Ein riesengroßer Bär! Er hat unsere Lotta gefressen!“, schreit er.
Alle sind starr vor Angst, nur Korbinian nicht.
Er sagt: „Bleibt ruhig und vertraut auf Gott. Anserich, geh zu dem Bären und bringe ihn hierher.“
Zuerst zögert Anserich, doch dann tut er, was Korbinian gesagt hat.
Tatsächlich lässt sich der Bär von Anserich am Ohr herbeiführen.
„Nun, Meister Bär, du hast unsere liebe Lotta gefressen. Doch wer trägt jetzt unser Gepäck nach Rom? Diese Aufgabe musst du übernehmen“, spricht Korbinian den Bären an.
Begeistert ist der Bär nicht, aber er tut, was Korbinian ihm befohlen hat.
Anserich lädt dem Bären Lottas Gepäck auf und so machen sich Korbinian, der Bär und die Gemeinschaft weiter auf den Weg nach Rom.
Freitagabend
Arbeo erzählt:
Nach wochenlanger Wanderung waren Korbinian und seine Gemeinschaft endlich in Rom angekommen.
Gerade um die Zeit herum, da Korbinian in Rom war, hatte der Papst, der Bischof von Rom, einen weiteren wichtigen Besuch.
Es war Theodo, Herzog von Bayern aus dem Hause der Agilolfinger.
Mit seiner Frau Folchaid und einem seiner Söhne, Grimoald, hat er sich auf den Weg nach Rom gemacht um dem Papst eine Bitte vorzutragen.
Korbinian und der unangenehme päpstliche Auftrag
Theodo bittet den Papst:
„Schon vor vielen Hunderten von Jahren ist in meine Heimat, Bayern, das Christentum gekommen und heute bekennen sich, auch dank meiner Bemühungen, die Menschen in Bayern zu unserem Herrn Jesus Christus.
Aber die Menschen in Bayern haben wenig Ahnung von ihrem Glauben.
Darum möchte ich gerne, dass wir in Bayern Bischöfe bekommen, die dafür sorgen, dass die Menschen mehr von Gott erfahren. Regensburg, Passau und Salzburg sind recht große und alte Städte in Bayern.
Die würden sich gut dafür eignen, dass ein Bischof darin wohnt.
Und dann gibt es noch Freising, wo dieser, mein Sohn Grimoald, lebt.
Es liegt im Herzen Bayerns und deshalb sollte auch dort ein Bischof seinen Wohnsitz haben.“
Der Papst findet Theodos Plan ausgezeichnet und lässt dem Herzog von Bayern eine Urkunde ausstellen.
Dann bittet er den nächsten Besucher herein. Es ist Korbinian.
„Ist das nicht der Gottesmann, dem ein wilder Bär das Gepäck bis vor die Tore Roms getragen hat?“ fragt der Papst.
„Der Ruf seiner Frömmigkeit ist im ganzen Frankenreich bekannt“, antwortet Peter, sein Sekretär.
So empfängt der Papst Korbinian.
Auch Korbinian trägt dem Papst sein Anliegen vor:
„Ich liebe die Ruhe und die Einsamkeit und möchte mein Leben Gott widmen.
Doch in den letzten Jahren kann von Ruhe und Einsamkeit keine Rede mehr sein.
Menschen kommen jeden Tag, sie fragen mich um Rat, sie bitten mich um meine Hilfe und bringen mir Geschenke, die ich gar nicht haben will.
Bitte, mein Herr, überlasse mir irgendein Grundstück in der Nähe von Rom, damit ich dort mit meiner Gemeinschaft in Ruhe und Einsamkeit leben und beten kann.“
Der Papst kann das Anliegen von Korbinian verstehen, doch er antwortet ihm:
„Du sagst, du willst dein Leben Gott weihen. Dann tue das, was du bisher getan hast:
Gib guten Rat denen, die dich um Rat fragen, hilf denen, die dich um Hilfe bitten, nimm die Geschenke an und verteile sie an die Armen.
Verkünde den Menschen die Botschaft von Gott und unserem Herrn Jesus Christus!
Jesus sagt: Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,14-16)
Ein so großes Licht wie du bist, Korbinian, darf man nicht unter den Scheffel stellen.“
Und so weiht der Papst Korbinian zum Bischof und schickt ihn zurück ins Frankenreich um den Menschen die Botschaft von Jesus Christus zu verkünden.
Herzog Theodo und seine Familie haben in der Zwischenzeit ihre Urkunde erhalten, die ihnen erlaubt, in Regensburg, Passau, Salzburg und Freising Bischofssitze zu errichten.
Jetzt brauchen sie nur noch Bischöfe.
Grimoald sieht Korbinian, der gerade mit seiner Gemeinschaft Rom verlässt, und ruft:
„Da vorne sehe ich schon einen Bischof laufen. Der wäre der Richtige für Freising.“
Samstagvormittag
Arbeo erzählt:
Korbinians Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit in der Nähe von Rom hatte der Papst nicht erfüllt.
Stattdessen hatte er ihn zum Bischof geweiht und ihm den Auftrag gegeben, den Menschen von Gott und Jesus zu erzählen.
Korbinian machte sich also auf den Weg zurück ins Frankenreich.
In Südtirol machte er Rast, bevor er und seine Gemeinschaft den beschwerlichen Weg über die Alpen gehen würden.
Korbinian und die bayrische Entführung
Südtirol gefällt Korbinian und seiner Gemeinschaft gut.
Anserich und Erenbert haben einen Ausflug gemacht und sind die steile Schlucht zum Fluss Passer hinab- und wieder hinaufgestiegen.
„Schaut mal, wie steil es da hinunter geht!“, ruft Erenbert und beugt sich weit über die schützende Mauer. „Fall nicht hinunter!“ ruft Hiltrud und hält den Jungen vorsorglich fest.
Auch Korbinian war in der Gegend unterwegs:
„Wie schön es hier ist und wie ruhig! Wie gerne würde ich hier in dieser Einsamkeit bleiben.
Wir könnten uns ein kleines Haus bauen, Schafe, Ziegen, vielleicht sogar eine Kuh halten, Getreide, Gemüse und Obst anbauen und uns nur von dem ernähren, was uns durch die Güte Gottes die Natur schenkt.“
Uta ist begeistert: „Niemand würde uns stören …“
Gerade in diesem Moment stürmen die Wachen des bayrischen Herzogs herbei.
„Willkommen im schönen Bayernland!“, rufen sie, „Wir kommen im Auftrag Herzog Grimoalds, dem Sohn Herzog Theodos von Bayern. Unser Herr, Grimoald, hat uns beauftragt, dich, ehrwürdiger Bischof Korbinian, nach Freising zu begleiten.“
„Ich will gar nicht nach Freising!“, entgegnet Korbinian.
„Dann zwingen wir dich, mit uns nach Freising zu kommen“, antworten die Wachen, „Befehl von Herzog Grimoald!“
„Kommt nur her, dann könnt ihr was erleben!“, ruft Anserich und will die Wachen angreifen, aber Korbinian schreitet ein: „Lass es gut sein, Anserich. Es wird der Wille Gottes sein, dass wir mit diesen Herrn nach Freising gehen, und den Willen Gottes wollen wir tun.“
Und so machen sich Korbinian und seine Gemeinschaft, geführt von den Wachen Herzog Grimoalds, auf den Weg nach Freising.
Arbeo erzählt:
Sie wanderten den beschwerlichen Weg über die Alpen und durchs Voralpenland an der Isar entlang Richtung Norden.
Hier war der Weg plötzlich nicht mehr so beschwerlich und so führte sie der Weg nach …
Korbinian und die freundlichen Neufahrner und Neufahrnerinnen
„Ich dachte, in Bayern gibt es nur Berge, aber hier ist alles flach“, meint Erenbert.
„Seht nur, da vorne ist eine kleine Siedlung!“, ruft Uta.
„Das ist nur Neufahrn. Dort wohnen arme Bauern, mehr nicht“, antwortet einer der Wachen.
„Aber sie haben eine kleine Kirche erbaut! Lasst uns dort hingehen!“, meint Korbinian.
Da kommen ihnen schon Kinder aus Neufahrn entgegen und begrüßen sie freundlich: „Willkommen in Neufahrn! Wo kommt ihr her?“
„Wir kommen aus dem Reich der Franken, waren in Rom und sind nun unterwegs nach Freising“, antwortet Korbinian und Erenbert ergänzt stolz: „Korbinian ist ein Bischof!“
„Was ist ein Bischof?“ fragen die Kinder.
„Ein Bischof erzählt den Menschen von Gott und Jesus“, erklärt Hiltrud.
„Darum trägst du diesen Schal mit den Kreuzen. Das Kreuz erinnert an Jesus“, rufen die Kinder.
Und so stellt sich heraus, dass die Kinder in Neufahrn zwar Christen sind, aber nicht viel von Jesus wissen.
Ob der Bischof Korbinian ihnen etwas über Jesus erzählen könnte?
Korbinian tut das gerne:
„Ich will euch nicht über Jesus erzählen, sondern eine Geschichte von Jesus erzählen.
Ein Hirte hatte 100 Schafe, die er jeden Tag auf die Weide führte.
Doch eines Tages stellte er fest, dass ein Schaf fehlte.
Da ließ der Hirte die neunundneunzig anderen Schafe einfach zurück …
… und machte sich auf die Suche nach dem verlorenen Schaf …
… und als er es gefunden hatte, …
… da nahm er es auf den Arm und brachte es heim.
Und er lud alle Menschen aus seiner Nachbarschaft ein und feierte ein Fest und sagte: Freut euch mit mir, denn ich habe mein verlorenes Schaf wieder gefunden.“ (nach Lk 15, 3-6)
Die Geschichte hat den Kindern aus Neufahrn gefallen, aber eines sagt: „Bischof Korbinian, du wolltest uns was von Gott und Jesus erzählen und jetzt hast du uns nur eine Geschichte über Schafe erzählt.“
„So wie dieser gute Hirte ist Gott, sagt Jesus. Er sorgt dafür, dass kein Mensch verloren geht“, erklärt Korbinian.
Die Kinder erzählen Korbinian, wo ihre Familien herkommen:
Die Eltern des ersten Kindes sind aus Italien eingewandert, die Familie des zweiten Kindes aus Böhmen. Die Leute aus Böhmen haben auch den Namen „Bayern“ mitgebracht. Die Familie des dritten Kindes wohnt schon seit langer Zeit in Neufahrn.
Korbinian staunt: „Und obwohl eure Familien aus unterschiedlichen Ländern kommen, lebt ihr friedlich zusammen und vertragt euch, das ist schön.“
„Noch schöner wäre es, wenn wir jetzt weiterziehen könnten, ehrwürdiger Bischof!“, mischen sich die Wachen ein.
„Achja, der Herzog“, seufzt Korbinian.
Er segnet die Kinder aus Neufahrn und verabschiedet sich.
„Wenn alle Menschen hier so nett sind wie die Leute in Neufahrn, dann bin ich gerne der Bischof von Freising!“, meint Korbinian, während er und seine Gemeinschaft sich mit den Wachen weiter auf den Weg nach Freising machen.
Arbeo erzählt:
Endlich waren Korbinian und seine Gemeinschaft nach Freising gekommen.
Grimoald und seine Ehefrau Pilitrud waren sehr zufrieden, dass es nun endlich einen Bischof in Freising gab.
Korbinian bekam sogar ein eigenes schönes Haus mit Dienern in der Burganlage zu Freising, in der Nähe des Hauses des Herzogs. Dort lebte er nun mit seiner Gemeinschaft.
Aber von Anfang an war das Verhältnis zwischen dem Herzogspaar und Korbinian nicht das Beste.
Korbinian und das gedankenlose Herzogspaar
Gudrun, die Dienerin des Herzogs Grimoald und seiner Frau Pilitrud, deckt den Tisch, denn Bischof Korbinian ist zu Besuch eingeladen.
Pilitrud ist auf Korbinian schlecht zu sprechen:
„Ständig werden wir von diesem Bischof Korbinian kritisiert und ermahnt: Ihr müsst euch an die Gebote Gottes halten, ihr müsst mit den Armen teilen, haltet euch an die Regeln, ihr dürft nicht einfach machen, was ihr wollt …
… Himmel, ich bin die Frau eines Herzogs von Bayern, ich muss mir doch von einem Bischof nichts sagen lassen!“
„Reg dich nicht auf, Pilitrud“, beruhigt sie Grimoald. „Ich denke, Bischöfe müssen so daher reden, das muss man nicht alles ernst nehmen.“
Aber Hugbert, sein Neffe, entgegnet ihm: „Ein Bischof muss sich um das Seelenheil der Menschen kümmern und sie an Gott erinnern, das ist seine Aufgabe.“
Korbinian kommt und sie setzen sich zu Tisch.
Korbinian spricht ein Gebet und segnet das Brot …
… doch als der Herzog nach dem Brot greifen will, fällt es ihm aus Versehen zu Boden.
„So ein Ungeschick!“, ruft Grimoald, „Aber wir sind vornehme Leute und essen nicht vom Boden.“
Pilitrud ruft die Dienerin herbei: „Gudrun, meine Liebe, bitte bringe uns frisches Brot! Und wirf das Brot weg, das auf den Boden gefallen ist.“
Da wird Korbinian zornig, springt auf …
und wirft den Tisch um!
Er ruft: „Das ist einfach unglaublich! Habt ihr keine Achtung vor dem, was Gott, der Herr, uns an Gaben schenkt? Ihr könnt doch das Brot nicht einfach wegwerfen wie – wie – Abfall!“
Wütend verlässt Korbinian das Haus des Herzogs.
„Aber … warum denn das? Es war doch nur Brot!“ Grimoald versteht nicht, was Korbinian so zornig gemacht hat.
Hugbert hebt das Brot vom Boden auf und sagt: „Es war nicht nur Brot, es war Brot, sogar gesegnetes Brot.“
Grimoald ruft die Wachen herbei und befiehlt ihnen: „Lauft zum Burgtor und haltet den Bischof auf, nicht, dass er uns davonläuft! Und sagt ihm, dass es mir von Herzen Leid tut!“
Doch Pilitrud ruft: „Unfug! Dieser Korbinian ist ein Barbar und hat keine Manieren. Meinetwegen kann er dahin abhauen, wo der Pfeffer wächst.“
Arbeo erzählt:
Grimoald entschuldigte sich wirklich bei Korbinian.
Er hatte jetzt verstanden, dass man mit Lebensmitteln nicht unachtsam umgehen soll.
Aber Korbinian hielt es in dem Haus in der Burganlage zu Freising nicht mehr aus.
Weiter östlich war ein Berg und auf dem Berg war eine kleine Kirche, die dem Heiligen Stephan geweiht war. Deshalb heißt der Berg Weihenstephan.
Korbinian und seine Gemeinschaft zogen auf den Weihenstephan, bauten dort ein Haus, und pflanzten Bäume, Gemüse und Kräuter an.
Aber eine Sache bereitete der Gemeinschaft Probleme …
Korbinian und die wunderbare Quelle
Mehrmals am Tag muss einer oder eine aus der Gemeinschaft den Berg hinunterlaufen und dann wieder hinauf, um Wasser zu holen.
Das ist mühsam und führt zu Streit:
„Kann jemand Wasser holen?“ fragt Hiltrud.
„Ich habe heute schon Wasser geholt“, antwortet Uta und Anserich meint: „Ich war gestern zweimal Wasserholen. Außerdem ist das Frauenarbeit.“
„Quatsch“, entgegnet Uta ihm und fordert Hiltrud auf: „Du bist dran.“
„Ich habe heute auch schon einmal Wasser geholt“, antwortet Hiltrud.
„Schickt halt den Kleinen!“, schlägt Anserich vor.
„Das ist keine Arbeit für ein Kind“, antwortet Hiltrud, „Der Weg den Berg hinunter bis zur Moosach und wieder rauf ist viel zu lang für ihn und die Gießkanne oder der Wasserkrug sind viel zu schwer“, und Uta fügt hinzu: „Außerdem verschüttet er die Hälfte, bis er wieder heroben ist.“
„Ach, Schmarrn“, winkt Anserich ab und ruft Erenbert herbei: „Erenbert, du bist dran mit Wasserholen.“
Erenbert hat schon etwas Besseres zu tun: „Korbinian hat gesagt, ich muss das Lesen und Schreiben üben.“
„Wasserholen ist wichtiger“, entgegnet Anserich.
„Ist es nicht!“, widerspricht Erenbert.
Korbinian kommt. „Was ist los?“, fragt er.
Niemand antwortet und Korbinian weiß, was los ist: „Ihr streitet euch wieder, wer dran ist mit dem Wasserholen, nicht wahr?
Uta klagt: „Es ist wirklich mühsam, Korbinian – für uns alle! Es ist schön hier …“ „ … aber hier müssen wir wirklich jeden einzelnen Tropfen Wasser den Berg hinaufschleppen“, spricht Hiltrud weiter.
„Wenn es hier auf dem Berg eine Quelle gäbe – dann wäre es perfekt!“, sagt Anserich.
„Geht zurück ins Haus und haltet Frieden untereinander“, befiehlt Korbinian und Erenbert sagt: „Ich bringe Anserich das Lesen und Schreiben bei!“
„Darauf kann ich verzichten“, meint Anserich.
Korbinian ist jetzt allein.
Er betet: „Guter Gott, ich bitte dich um eine Quelle frischen Wassers für meine Gemeinschaft hier auf diesem Berg um unseres Friedens und unserer Ruhe willen.“
Suchend geht er herum und stößt immer wieder mit seinem Stab in den Boden.
Da geschieht das Wunder:
Eine Quelle beginnt zu sprudeln, oben auf dem Weihenstephaner Berg!
Die Gemeinschaft ist begeistert: „Seht – eine Quelle, hier auf dem Berg!“, ruft Uta und Anserich jubelt: „Korbinian hat ein Wunder vollbracht!“
„Wer allein tut Wunder?“, fragt Korbinian.
„Gott allein tut Wunder“, antwortet Anserich, aber Erenbert meint: „Irgendwie funktionieren die Wunder besser, wenn Korbinian darum bittet.“
Samstagnachmittag
Arbeo erzählt:
Die wichtigste Kirche in Freising war und ist natürlich nicht auf dem Weihenstephan, sondern auf dem Berg, auf dem auch die Burg von Freising war:
Der Dom zu Freising. Jeden Tag ging Korbinian dorthin, um Gottesdienst zu feiern, zu predigen und den Menschen ein guter Bischof zu sein.
Eines Tages aber drehte Korbinian am Stadttor zu Freising wieder um, ohne den Dom zu besuchen.
Korbinian und die geschäftstüchtige Bauersfrau
Am Stadttor begegnet Korbinian einer Bauersfrau, die reichlich beladen ist mit Lebensmitteln, Geld und einem Ballen mit wertvollem Stoff. Gudrun hilft ihr beim Tragen.
„Gott zum Gruß, gute Frau! Du bist aber schwer beladen. Sogar Gudrun muss dir beim Tragen helfen, wie ich sehe“, spricht Korbinian sie an.
„Grüß Gott, Herr Bischof!“, antwortet die Bauersfrau. „Das alles habe ich mir redlich verdient. Unsere großzügige Frau Herzogin hat mich reichlich entlohnt.“
„Womit hast du dir diesen reichen Lohn verdient?“ fragt Korbinian.
Die Bauersfrau berichtet stolz:
„Dem kleinen Sohn der Herzogin geht es nicht gut. Da hat die Herzogin mich rufen lassen, denn ich habe eine besondere Begabung.
Ich kann Dämonen und böse Geister sehen und ich weiß Zaubersprüche, um sie zu bannen und zu verjagen.
Und tatsächlich: Der kleine Herzogssohn wurde von bösen Dämonen geplagt, das konnte ich auf den ersten Blick erkennen.
Da habe ich meine Zauber gewirkt und die unheilvollen Geister vertrieben. Ja, das kann ich, und das ist mein Lohn.“
Doch Korbinian wird richtig zornig. Er ruft:
„Nichts kannst du und eine Betrügerin bist du!
Glaubst du wirklich, Krankheiten würden von Dämonen verursacht?
Du nennst dich eine Christin und glaubst an Zauberei und Magie und Geisterbeschwörung und Ähnliches?
Christen glauben an Gott, den Vater, an unseren Herrn Jesus Christus und an den Heiligen Geist, nicht an böse Geister!“
Tatsächlich wird Korbinian jetzt handgreiflich und schubst die Bauersfrau zu Boden.
„Zaubersprüche helfen nichts! Medizin hilft, zu Gott um Hilfe beten hilft, den Armen etwas geben, das hilft!“ ruft er.
Er nimmt der Bauersfrau alle Geschenke ab und gibt sie Anserich und Erenbert, die ihn begleiten: „Bringt das den Armen, die unten an der Moosach wohnen.“
Anserich und Erenbert tun, was Korbinian ihnen angeschafft hat, doch Korbinian kann sich immer noch nicht beruhigen:
„Nichts! Der Herzog, die Herzogin, sie begreifen nichts!
Sie nennen sich christlich und glauben dabei jeden Unfug, den irgendein Betrüger oder eine Betrügerin sich ausdenkt.
Weil es ihnen vollkommen wurscht ist oder weil sie einfach nur dumm sind.
Geben ihr Geld lieber für so was aus, anstatt für eine gerechtere und bessere Welt! Und allen voran die Herzogin!
Wozu soll ich da in den Dom zum Beten gehen? Ach, habt mich doch alle gern. Lieber Gott, lass Hirn vom Himmel regnen!“
Immer noch zornig macht sich Korbinian auf den Rückweg nach Weihenstephan.
Natürlich ist auch die Bauersfrau wütend:
„Das lasse ich mir nicht gefallen, du dahergelaufener Bischof, du! Ich gehe zur Herzogin und dann werden wir ja sehen, was passiert!“
Arbeo erzählt:
Korbinian war weniger auf die Bauersfrau wütend als auf die Herzogin: Von ihr hatte er erwartet, dass sie nicht mehr an böse Geister und Zauberei glauben würde.
War es wirklich klug und richtig, die Bauersfrau so zu behandeln?
Die Bauersfrau ging tatsächlich zur Herzogin und berichtete ihr alles, was Korbinian gesagt und ihr angetan hatte.
Korbinian und die rachsüchtige Herzogin
Herzogin Pilitrud ist wütend, als sie hört, was Korbinian der Bauersfrau angetan hat:
„Das ist die Höhe! Was erlaubt sich dieser Bischof eigentlich?
Ich bin die Herzogin und ich kann tun und lassen, was mir gefällt, und brauche mir von diesem Menschen keine Vorschriften machen lassen!
Dieser Bischof Korbinian muss verschwinden!“
Pilitrud überlegt, wie sie Korbinian beseitigen kann:
„Mit Gift? Nein – das ist zu kompliziert und zu unsicher.
Soll ich den Wachen befehlen, dass sie den Bischof verhaften?
Das würde nichts bringen. Wenn mein Herr Gemahl, der Herzog, wieder zurück nach Freising kommt, wird er Korbinian wieder freilassen, sich tausendmal entschuldigen und alles ist noch schlimmer als zuvor.“
„Wenn der Bischof aber zufälligerweise Opfer eines schrecklichen Überfalles werden würde? Wenn ihn irgendein Schurke in seinem Bett umbringen würde?
Wer wäre in der Lage und bereit, heimlich in meinem Auftrag unseren Bischof zu ermorden?
Nino könnte das für mich erledigen und sein Geselle Luca. Sie sind die ganze Isar flussauf und flussab dafür bekannt, dass sie jähzornig und gewalttätig sind. Und Geld für einen Mord am Bischof können sie sicher gut gebrauchen.
Wäre doch gelacht, wenn dieser Plan nicht funktionieren würde, und dann auf Nimmerwiedersehen, Bischof Korbinian!“
Arbeo erzählt:
Tatsächlich, die Herzogin beauftragte Nino und seinen Kumpan Luca, sich nachts heimlich auf den Weihenstephan zu schleichen und Korbinian in seinem Bett zu ermorden.
Korbinian und die wichtige Information
Erenbert ist gerade dabei, Wasser aus der Quelle auf dem Weihenstephan zu schöpfen, da wird er angesprochen: „He, du!“
Es ist Gudrun, die sich heimlich zum Haus von Korbinian und seiner Gemeinschaft geschlichen hat: „Du musst dem Bischof eine Botschaft ausrichten“, sagt sie zu Erenbert.
„Muss ich das?“ fragt Erenbert zurück.
„Tu es einfach, wenn dir das Leben von Bischof Korbinian was wert ist“, redet Gudrun eindringlich auf ihn ein und fährt fort:
„Ich habe es mitbekommen, weil die Herzogin von mir erwartet, dass ich immer sofort da bin, wenn sie was von mir möchte. Ich war in der Nähe, weil ich musste, nicht weil ich lauschen wollte.
Die Herzogin wird zwei Mörder schicken, die in der Nacht den Bischof im Bett ermorden sollen.“
Erenbert erschrickt: „Warum will sie das tun?“
Gudrun antwortet: „Wegen der Bauersfrau, die den Herzogssohn mit Zaubersprüchen heilte wollte. Sag dem Bischof außerdem, ich find’s nicht richtig, dass er der Frau Gewalt angetan hat. Sie ist vielleicht ungebildet, aber nicht böse.“
„Du hast nicht das Recht, Korbinian zu kritisieren!“, wendet Erenbert empört ein.
„Ist mir egal“, antwortet Gudrun, „Ich find’s auch nicht richtig, dass die Herzogin ihn ermorden möchte, darum bin ich hier. Und ich mag Bischof Korbinian, er hat ein Herz für uns einfache Leute, so wie Jesus, von dem er im Gottesdienst erzählt.“
Erenbert bedankt sich bei Gudrun, die sich daraufhin schnell wieder auf den Weg zum Haus des Herzogs macht.
Erenbert ruft Korbinian und die Gemeinschaft aus dem Haus und berichtet ihnen alles, was Gudrun ihm gesagt hat.
Korbinian und seine Gemeinschaft sind entsetzt, aber Uta und Hiltrud pflichten Gudrun bei, dass Korbinians Umgang mit der Bauersfrau nicht richtig war.
„Aber das, was die Herzogin plant, ist auch nicht richtig!“, ruft Anserich und fasst einen Entschluss: „Ich werde heute Nacht wach bleiben, und wenn die Mörder kommen, dann …“
“ Was dann?“, unterbricht ihn Korbinian, „Hast du ein Schwert? Und wenn du eines hättest: Könntest du damit umgehen? Und wenn du damit umgehen könntest: Möchtest du zum Mörder werden?“
Darauf weiß Anserich keine Antwort.
„Was machen wir dann?“ fragt Uta.
„Den einzigen Ausweg nehmen, der uns bleibt,“ antwortet Korbinian.
Korbinian und das leere Haus
Und wirklich, noch in derselben Nacht schleichen finstere Gestalten auf den Weihenstephan.
Sie huschen in das Haus der Gemeinschaft und suchen in allen Ecken und Winkeln nach Korbinian.
Aber Korbinian und seine Gemeinschaft sind spurlos verschwunden!
Samstagabend
Arbeo erzählt:
Sobald Korbinian und seine Gemeinschaft vom Plan der Herzogin erfahren hatten, brachen sie auf und verließen heimlich Freising.
Ihr Weg führte sie an den Ort, der Korbinian besonders an Herz gewachsen war, nach Südtirol. Dort ließen sie sich nieder.
Korbinian und die unangenehme Rückkehr
„Kommt, wir wollen miteinander zu Abend beten!“, ruft Korbinian seiner Gemeinschaft zu. „Denn Gott ist das Wichtigste in unserem Leben.“
Nach dem Gebet fragt Erenbert: „Denkst du noch an Freising zurück, Korbinian?“
„Natürlich“, antwortet Korbinian, „Die Menschen waren dort freundlich und offen für Gott. Die Meisten, wenigstens. Aber dieser ganze Ärger mit dem Herzogspaar, das war nichts für mich.“
Uta ist zufrieden: „Hier ist das, was wir unser immer gewünscht haben: Ruhe und Einsamkeit und Zeit für Gott.“
Hiltrud wendet ein: „Man kann Gott nicht nahe sein, wenn man nicht ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat“, und Anserich bemerkt trocken: „Man kann kein offenes Ohr für seine Mitmenschen haben, wenn man im Bett ermordet wird.“
Korbinian seufzt: „Ich bin als Bischof einfach nicht geeignet. Mein Ort ist die Ruhe und die Einsamkeit, um dort Gott zu dienen.“
Wer kommt denn da? Es ist Hugbert mit den Wachen des Herzogs. Was hat das zu bedeuten?
„Sei gegrüßt, Hugbert“, sagt Korbinian.
„Herzog Hugbert muss es heißen“, korrigiert ihn Hugbert.
Anserich fragt: „Herzog Hugbert? Was ist mit dem alten Herzog, deinem Onkel Grimoald und mit Pilitrud, der Herzogin?“
„Grimoald ist tot und Pilitrud ist ins Frankenland gezogen, an den Hof des Fürsten dort. Ich bin jetzt der Herzog von Bayern“, erklärt Hugbert.
„Das freut mich für dich, Herzog Hugbert. Gottes Segen möge über deiner Herrschaft ruhen. Was führt dich zu mir?“, sagt Korbinian.
Doch seine Gemeinschaft hat schneller als Korbinian erkannt, was Herzog Hugbert nach Südtirol geführt hat:
„Oh, nein!“, ruft Uta. „Das kann nicht wahr sein!“, stöhnt Anserich auf. „Ich glaube, ich weiß, was jetzt kommt!“, sagt Hiltrud und Erenbert seufzt nur: „Auf Wiedersehen, Südtirol.“
Und natürlich haben sie recht. Hugbert sagt: „Korbinian, ich bitte dich aus tiefsten Herzen und im Namen der Leute in Freising: Komm zurück und sei unser Bischof dort.“
Korbinian zögert kurz, dann steht er auf und wendet sich an seine Gemeinschaft: „Machen wir uns auf den Weg zurück nach Freising?“
Auch Erenbert, Uta, Hiltrud und Anserich stehen auf.
Korbinian, seine Gemeinschaft, die Wachen und der Herzog machen sich auf den Rückweg nach Freising.
„Ich danke dir, Bischof Korbinian“, sagt Herzog Hugbert.
Arbeo erzählt:
Korbinian und seine Gemeinschaft kehrten nach Freising zurück und Korbinian war Bischof von Freising bis an sein Lebensende.
Begraben aber wollte er nicht in Freising werden, sondern in Südtirol, wo er so gerne gewesen war, und so geschah es auch.
In einer kleinen Kirche dort, die dem Heiligen Valentin geweiht war, fand Korbinian seine Ruhestätte.
Sonntagvormittag
Arbeo erzählt:
Wenige Jahre, nachdem Korbinian in Südtirol in der kleinen Kirche des Heiligen Valentin seine Ruhestätte fand, besuchte eine Familie aus der Nähe von Freising diesen Ort.
Korbinian und der Sturz von der Mauer
Walda, Eliland und Landfrid eilen in die Kirche, dort in Südtirol.
„Setz dich hierher und warte, während wir in der Kirche beten!“, sagen sie zu dem kleinen Jungen, der sie begleitet.
Der Junge setzt sich auf die Bank vor der Kirche.
Ihm ist langweilig.
Er steht auf und läuft neugierig umher.
Er klettert auf die Schutzmauer, hinter der es steil hinab zum reißenden Fluss Passer geht.
Er balanciert auf der Mauer hin und her.
Er verliert das Gleichgewicht und stürzt in die Schlucht hinab, gerade in dem Moment, als seine Familie wieder die Kirche verlässt.
„Gütiger Gott!“, rufen sie, eilen zur Mauer und blicken in die Schlucht. „Der Berghang geht hier viele hunderte Fuß tief hinab. Er ist steil und zerklüftet und unten ist der reißende Fluss, die Passer! Das Kind ist tot!“
„Seht, da! Dort, auf diesem Felsvorsprung liegt das Kind“, ruft Eliland plötzlich und Landfrid sagt: „Ich steige hinab.“
Gesagt, getan. Vorsichtig klettert Landfrid zu dem Jungen hinab, da ruft Walda: „Das Kind bewegt sich. Es lebt! Dem Himmel sei Dank!“
Und tatsächlich gelingt es Landfrid, mit dem Jungen zusammen die Schlucht hinaufzuklettern und ihn in Sicherheit zu bringen.
„Bist du verletzt?“, fragt Walda.
„Kein Bisschen. Nur erschrocken bin ich. Landfrid hat mich gerettet“, antwortet der Junge.
„Und der Heilige Korbinian!“, ergänzt Eliland.
„Was hat der denn damit zu tun?“, fragt der Junge.
„Der Heilige Korbinian hat hier in dieser Kirche seine Ruhestätte. Er hat große Wunder getan, als er noch lebte, und jetzt hat er dich vor dem sicheren Tod in dieser Schlucht bewahrt,“ erklärt Eliland.
„Ist das der mit dem Bären?“, fragt der Junge.
„Genau der, ja! Und er war der erste Bischof von Freising,“ antwortet Eliland.
„Dann sollte er nicht hier, sondern in Freising seine letzte Ruhestätte haben“, meint der Junge.
„Korbinian will hier ruhen, beim Heiligen Valentin, Kind, und du hast das nicht zu entscheiden“, sagt Walda.
„Vielleicht, wenn ich groß bin? Und überhaupt: Heilige tun keine Wunder, nur Gott tut Wunder“, entgegnet der Junge, während die Familie den Ort mit der Kirche wieder verlässt.
Arbeo erzählt:
Da unten bin ich gelegen.
Der kleine Bub, der vor langer Zeit diese Schlucht hinuntergestürzt ist, das war niemand anderer als ich, als ich noch ein Kind war.
40 Jahre ist das her.
Vielleicht war es ein Wunder Gottes, dass ich damals nicht gestorben bin, vielleicht hat der Heilige Korbinian damals ein gutes Wort für mich eingelegt.
Jetzt bin ich der Bischof von Freising, der Nachfolger des Heiligen Korbinians, wie ihr wisst.
Aber dass Korbinian nicht bei uns in Freising begraben ist, sondern hier in Südtirol, das finde ich immer noch nicht richtig.
Vor wenigen Jahren haben die Leute aus Passau die Gebeine des Heiligen Valentin zu sich geholt und dieses Kirchlein verfällt.
Bei Valentin wollte Korbinian ruhen, der ist aber nicht mehr da, und in Freising haben wir einen großen Dom.
Bestimmt will Korbinian jetzt doch lieber in Freising begraben sein, da bin ich mir ganz sicher.
Nun, ich bin jetzt der Bischof von Freising und kann das entscheiden.
Ich werde die Gebeine Korbinians nach Freising holen und dort, im Dom, wird er seine letzte Ruhestätte finden.
Da habe ich eine Menge zu tun!
Und sein Leben werde ich auch aufschreiben, damit die Leute in Freising sich immer erinnern können, wer dieser Korbinian war.
Auf Wiedersehen, ihr Kinder und Leute von Neufahrn.
Kehrt nun zurück in eure Zeit, und wenn ihr nach Freising in den Dom kommt, dann könnt ihr Korbinian besuchen, unten in der Krypta, da, wo es ruhig ist.
Spätestens an der Kasse merkt man, dass da ein paar seltsame Sachen im Einkaufswagen sind.
Zum Beispiel ein großer brauner Bär.
Die Vorbereitungen fürs Kibiwe haben begonnen.
Mai 2024
Die Landesausstellung in Freising ist eröffnet. Nichts wie hin.
Ganz schön faszinierend, dieses 8. Jahrhundert.
Problembär Bruno lädt zum Nachdenken ein, warum das größte heimische Raubtier in Bayern keine Heimat mehr hat.
Juli 2024
Beim Pfarrfest geht es im Familiengottesdienst um den Heiligen Korbinian und Anna Mayer hat ein phantastisches Bild zum Heiligen gemalt.
Auch der Kinderschaukasten ist dem Diözesanpatron gewidmet.
August 2024
Ferienzeit – das Szenenspiel entsteht. Und überall begegnet das frühe Mittelalter.
Das Bajuwarenmuseum in Waging und die kleine Kirche von Gaden sind plötzlich absolut interessant.
Derweil recherchiert Johannes in Südtirol fürs Szenebild „Südtirol“:
Auch in Wien scheint der Bär los zu sein:
September 2024
Gabi und Gertrud besuchen gemeinsam den Bajuwarenhof in Aschheim und anschließend noch das Museum dort.
Das schöne Wetter bietet Anlass, noch einmal nach Freising zu radeln und den Weihenstephan zu besuchen.
Die Korbiniansquelle findet sich dort.
Etwas Originalwasser aus der Quelle fürs Szenenspiel wird abgezapft und mitgenommen.
Der Fürstengang auf dem Domberg präsentiert alle Bischöfe in Freising bis 1803.
Nummer 4 zeigt Bischof Arbeo, der die Lebensbeschreibung Korbinians verfasste und als erster deutscher Schriftsteller gilt.
Das sichert ihm einen Platz im Szenenspiel 2024.
Im Stadtmuseum Freising auf der Suche nach alten Ansichten von Freising. Diese ist hübsch, aber natürlich nicht aus dem frühen Mittelalter.
Das Klausurwochenende
Das Kibiwe-Team trifft sich in Steinerskirchen. Es geht um Inhalte, aber besonders auch um die ganze Logistik und Organisation rund ums Kibiwe.
Lukas kommt einen Abend vorbei. Als pädagogischen und inhaltlichen Support macht er das Team mit der Bärenjagd vertraut.
Der Kibiwe-Auftakt
Das erste Mal wird das Großtreffen und der Workshop zu einer großen Veranstaltung zusammengefasst.
Deshalb ist es notwendig, dass es auch was zu essen und zu trinken gibt, immerhin dauert die Veranstaltung vier Stunden!
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden sich zu Gruppen zusammen, besuchen gemeinsam die Stationen und kommen miteinander ins Gespräch.
Soll nicht schlecht gewesen sein, diese neue Idee mit dem Kibiwe-Auftakt.
Hat mir zumindest der Bär erzählt.
Oktober 2024
Die ersten Theater- und Musikproben
Es wird ernst. Auch fürs Ensemble gibt es etwas Neues: Die Leseprobe wird um eine Durchlaufprobe ergänzt. Einmal wird das ganze Stück so durchgeprobt, dass jeder und jede ungefähr weiß, wann er oder sie auf der Bühne ist und wo.
Auch bei den Abendproben muss man sich Kulissen, Requisiten und Kostüme noch weitgehend dazu denken, aber die eine oder andere Szene ist schon erkennbar, oder?
Auch die Band probt fleißig.
Vom Update-Treffen habe ich leider kein Foto. Trotzdem sei hier vermerkt, dass es stattgefunden hat, mit Folgen …
Bärengießen im Dimu
Eine Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kibiwe besucht das Diözesanmuseum, denn alle (fast alle) wollen mit den Kindern so einen süßen kleinen Bären bemalen, den man dort in einem Workshop gießen kann.
Bärenstark!
Die Allerheiligenferien
Im Franziskussaal
Im Franziskussaal schaut es aus wie in einer Werkstatt – das Kibiwe naht.
Die Gartenkulisse wird mit zusätzlichen Bergen ausgestattet und so zur Kulisse „Südtirol“.
Die Mauer im Hintergrund des Szenenbildes „Südtirol“ wird gestaltet.
Und die ganze Kulisse „Freising“ wird liebevoll und neu gemalt.
Ein standesgemäßes Gepäck für Lotta bzw. den Bären wird fachkundig genäht.
Mit unendlicher Geduld hat Gabi zu Hause aus Draht diese wunderschönen Fibeln gemacht. Insgesamt so 50 Stück, das hier ist nur eine Auswahl.
Ade, ihr hässlichen Sicherheitsnadeln!
Das Bärenkostüm ist kein Problem, Elke hat so etwas in ihrem Cosplay-Fundus.
Aber der Bärenkopf …
Das da oben ist eindeutig eine Sackgasse.
Am Ende bleibt nur eine Möglichkeit: Selber machen.
Das Gruppensymbol Camembär der 4. Klassen bekommt so einen vertieften Zugang, kann man sagen.
Über eine Stunde sitzt Nicolas geduldig, während auf seinem Kopf der Bärenkopf modelliert wird.
Ein erster Test – wie wirkt das Ganze?
Die ganze Woche bis zum Kibiwe wird an diesem Werkstück gearbeitet.
Im Kleinen Saal
Derweil hat der AK Technik den Kleinen Saal in ein Tonstudio verwandelt, da die Kibiwe-Band dieses Jahr die Aufnahmen schon vor dem Kibiwe abschließen will.
Der Redaktion dieser Homepage wurde ein Previewsneak gewährt …
Der gesamte Kleine Saal ist mit Stoff und Teppichen ausgekleidet!
Die verschiedenen Instrumente sind akustisch „getrennt“.
In der Mitte blinkt und funkelt die Schaltzentrale mit allem, was Tontechnik so hergibt.
Unglaublich, wie die Jungs sich da reingehängt haben!
Video gefällig?
Die Sonntagsprobe
Den krönenden Abschluss der Allerheiligenferien bildet die Sonntagsprobe des Ensembles.
Apropos: Auch die Hauskulisse „Weihenstephan“, die im Hintergrund zu sehen ist, wurde neu gemalt.
Die Woche davor
Beim Countdowntreffen geht es sehr viel um logistische und organisatorische Dinge, aber es bleibt noch Zeit für die Bärenjagd, für ein paar Spiele Zwischendurch und ein gemeinsames Lied.
Fazit
Wie ein Kibiwe entsteht – es gäbe noch viel zu berichten: Generalprobe der Band und des Ensembles, die Einkaufstouren fürs Mittagessen, die Gruppentreffen der Jahrgangsstufen …
Vielen Dank an alle für ihren Einsatz und ihr Engagement!
Beim Bauhof ist ein seltsames Paket fürs Kibiwe abgegeben worden.
Was da wohl drin ist?
Nach dem Unboxing stellt sich heraus: Überraschung – es ist ein Bär!
Passt gut zum Thema dieses Jahr.
Bevor man aber diesen Bären bemalen kann, muss die Oberfläche erst hergerichtet werden.
Und das heißt: Abschleifen, abschleifen, abschleifen.
Und anschließend grundieren. Mehrmals, möglichst.
Inzwischen ist er in den Franziskussaal umgezogen, was praktischer ist, aber auch gewisse Probleme mit sich bringt:
Denn der Bär ist absolute Geheimsache.
Wie lässt man einen Bären verschwinden?
Zum Beispiel bei der Sonntagsprobe?
Während vorne die bayrischen Wachen loseilen, Bischof Korbinian in Südtirol abzufangen, versteckt sich hinten ein großer, großer Bär.
Christina beim Füttern des Bären. Vegetarisch, versteht sich.
Derweil plant die Tontechnik schon, wo genau ihr Handabdruck hinkommen wird.
Zum Kibiwe ist der Bär in die Regenpausenhalle der Fürholzer Schule umgezogen.
Da er nicht alleine laufen kann, wird er von den Hausmeistern der Schule transportiert.
Vielen Dank!
Im Laufe des Kibiwes kommen die verschiedenen Gruppen und machen auf den Bären ihren Handabdruck.
Auch der Darsteller des Heiligen Korbinians kommt vorbei.
Sonntagfrüh. Bärenstarke Männer bringen den Bären in die Kirche.
Gut versteckt – mal wieder – wartet der Bär auf seinen großen Auftritt.
Da bin ich, liebe Neufahrner und Neufahrnerinnen!
Der Bär und seine „Mama“:
Kaum war die Idee in der Welt, setzte sie alle Hebel in Bewegung, damit es was wird mit dem Bären in Neufahrn.
Aber wer hatte die Idee? Folgen wir der grünen Hand …
Tobias hatte die Idee, dass Neufahrn, speziell die Kinder, unbedingt einen Bären brauchen!
Vielen Dank an alle, die sich um die Entstehung des Bären gekümmert haben: Allen voran Gabi, die das Logo gestaltet hat und für die Gestaltung verantwortlich war, dann auch an alle, die dafür gesorgt haben, dass beim Kibiwe Farbe auf dem Bären und nur auf dem Bären gelandet ist, den fleißigen Transporteuren und ganz besonders unseren Sponsoren, die diesen Bär finanziert haben:
Der Neufahrner Verein Sonneninsel e.V., die Fürholzer Schule, die Sparkasse und last but not least Tobias Madl.
Ein paar Wochen später: Mehrfach lackiert hat der Bär sein Ziel erreicht.
Vor der Grundschule am Fürholzer Weg steht er und lädt die Kinder ein, auf ihm zu reiten, und sich das Motto des Kibiwes 2024 zu Herzen zu nehmen: