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Kibiwe 2020

Kibiwe-im-Lockdown: Tag 7

Ein weiter Weg durch die Wüste – ein Selbstversuch

Das war zumindest der Plan. Leider war das mit der Wüstenerfahrung nicht einfach: Wüstenmäßig ist die Umgebung von Neufahrn einfach nicht so überzeugend, dann war der Weg nicht wirklich so weit und ich habe auch noch ein bisschen gecheatet. Damit:

Aber trotzdem – auf ins Abenteuer!

Der Weg ist auch nicht steil.

Die Hagebutten warten noch auf Abholung.

Ein Krähenschwarm!

Ich mache einen Umweg und besuche die Hühner.

Ich werde freudig begrüßt. Offensichtlich hat man hier irgendwelche Erwartungen an mich. Ich rede ihnen gut zu und ermuntere sie, weiter fleißig Eier zu legen.

Ist das Lucky Luke?

Ein hübscher Baum.

Es ist Samstagnachmittag und auf dem Fußballplatz ist nichts los. Betreten verboten. Und plötzlich werde ich wieder an die Wüste erinnert.

Am Galgenbachweiher ist die Badesaison vorbei.

Da hinten ist irgendwo Mintraching.

Ich entdecke eine Oase in der Betonwüste …

… einen schlecht gelaunten Mülleimer …

… und eine einsame Nähmaschine.

Ein Engel! Vermutlich der Letzte des Engelheeres … Ich nicke ihm freundlich zu und lege die letzten Meter zurück.

Ich bin angekommen. Mit 40 Minuten unterschreite ich ein Bisschen die 40 Tage und Nächte, die der Prophet Elija unterwegs war.

Bin ich am Gottesberg Horeb angekommen? Was wird mich da erwarten?

Kommt und seht!

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Kibiwe-im-Lockdown: Tag 8

Kennt ihr das Geheimnis des 8. Tages? Es gibt dazu sogar einen Beitrag auf dieser Homepage. Seltsamerweise und nicht geplant hat unser Kibiwe-im-Lockdown auch einen 8. Tag. Ich musste da nur gerade daran denken.

Heute haben wir also „Mini-Kibiwe-Gottesdienste“ in der Franziskuskirche gefeiert. Darauf möchte ich euch hier einen Rückblick geben.

Zuerst haben wir ein Lied gesungen. Schon klar, ein Gottesdienst beginnt mit einem Lied, oder?

Melodie: Ch.Lehmann ; Text: H.J.Netz

Naja, aber so richtig partymäßig läuft es ja nicht gerade. Es gab irgendwie schon bessere Zeiten, nicht wahr?

Und exakt so ging es Elija, als er den Gottesberg Horeb erreicht hatte. Aber was passierte da?

Die Geschichte wird euch erzählt, dann gibt es Bilder dazu und man kann sie auch mitlesen. Der Text entspricht den Audio-Dateien.

Teil 1

40 Tage und Nächte war Elija gewandert, seitdem ihm der Engel Gottes in der Wüste frisches Brot und kühles Wasser gebracht hatte.

Schon von Weitem konnte Elija den Gottesberg Horeb sehen. Dorthin war er unterwegs.

Das war der Berg, auf dem Gott dem Mose in einem Dornbusch, der brannte, aber nicht verbrannte, erschienen war.

Das war der Berg, von dem aus Gott dem Volk Israel die zehn Gebote verkündet hatte.

Ja, das waren gute Zeiten gewesen – damals! Wie lange war das her? Eine andere Zeit, so schien es Elija, eine andere Welt.

Teil 2

Seine Zeit und seine Welt war finster. Elija schauderte. Ihm war kalt und er war müde. Mit letzter Kraft erreichte er den Gottesberg. Er fand eine Höhle dort und legte sich nieder um auszuruhen.

Und dann hörte er eine Stimme: „Was willst du hier, Elija?“

Elija kannte die Stimme. Es war die Stimme Gottes. Ja, Gott sprach zu ihm, aber eben nur zu ihm. Außer ihm hörte niemand mehr Gott. So dachte Elija.

„Ich bin allein und einsam,“ rief Elija. „Niemand hört dich mehr. Es macht keinen Sinn, sich für dich einzusetzen. Ich bin der Letzte, der dich hört.“

„Komm raus aus deiner Höhle, Elija, und stell dich auf den Berg.“

Bevor Elija das tun konnte, begann es: Da erhob sich ein mächtiger Sturm.

Doch Gott war nicht im Sturm. Dann kam ein gewaltiges Erdbeben.

Doch Gott war nicht im Erdbeben. Ein mächtiges Feuer loderte empor.

Doch Gott war nicht im Feuer. Dann war es still. Ein leichter Windhauch berührte Elijas Wange. Gott war in der Stille und im Windhauch.

Teil 3

Da verhüllte Elija sein Gesicht mit seinem Mantel und stellte sich auf den Berg. Und Gott sagte: „Was willst du hier, Elija?“

„Ich bin allein und einsam,“ sagte Elija. „Niemand hört dich mehr. Es macht keinen Sinn, sich für dich einzusetzen. Ich bin der Letzte, der dich hört.“

Gott antwortete: „Die Stille hört man nicht im Sturm, im Erdbeben, im Feuer, aber sie ist immer da. Ich bin die Stille. Ich bin immer da. Die Leisen hören mich und die Einfachen und die Treuen und die Verlässlichen. Du bist nicht allein.“

Elija verließ den Gottesberg und ging durch die Wüste zurück nach Israel. Er hörte die Stille in der Wüste, er hörte die Stille auf den Plätzen der Städte.

Er wusste nun: Gott ist immer da. Er war nicht allein. Gott-war-für-ihn. Gott-war-für-die-Menschen. Gott ist der: ICH-BIN-FÜR-EUCH. Immer. In seiner Zeit. In unserer Zeit.

Wir sind nicht allein. GOTT-IST-FÜR-UNS.

Letztes Jahr haben wir hunderte von Windlichtern gebastelt und daraus entstand der Name Gottes, den Gott dem Mose am Horeb offenbarte. Jeder und jede Teilnehmer*in des Gottesdienstes durfte sich davon eines mit nach Hause nehmen, als Licht und Wärme in diesem Winter und als Erinnerung nicht nur an schöne Zeiten, sondern auch daran, dass wir nicht allein sind.

Text: F. Baltruweit; Melodie: P.G.Harling

Danach gab es Masken gegen Spende. Danke an Monika, Marita, Vanessa und Elke fürs Maskennähen!

Die schwarzen Masken waren sehr begehrt und schnell vergriffen …

Außerdem wurde ein Gruß an CAMM aufgezeichnet und ein erstes gestaltetes Bild für CAMM abgegeben.

Etwas später dann trafen solche Bilder ein. Darauf war Folgendes zu sehen:

Die Engel und das Windlicht mit dem Gottesnamen haben bei Euch Einzug gehalten.

Wir hoffen, dass ihr gut durch die nächste Zeit kommt. Das Kibiwe-im-Lockdown-2020 kommt hiermit zum Abschluss. Wenn noch Bilder oder News eintrudeln, wird es noch eine Nachlese Mitte der Woche geben.

Bleibt gesund!

Alles wird gut!